Der Mann in unserer Zeit

Ein Freund von mir hat angeregt, dass ich mich in diesem Blog auch einmal mit eben diesem Thema auseinandersetze. Denn wir leben in einer Welt, in der der „dominante“ Mann als Alleinverdiener und Ernährer der Familie ausgedient haben soll und sich weil er nicht mehr auf bestimmte rollenspezifische Vorurteile achten muss geben kann, wie er möchte. Doch genau hier liegt das Problem, zumindest meiner Ansicht nach. An dieser Stelle möchte ich schon mal vorweg einfügen, dass es sich hierbei nur um meine bescheidende Meinung handelt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat.

Das Bild des Mannes wird immer mehr verwaschen. Männer können Schals als modische Accessoires tragen, wir können uns schminken und an allen Stellen des Körpers rasieren, wenn wir nur wollen. Auch wenn ich mir mit dem wollen da nicht mehr so sicher bin. Durch diese Freiheiten, die sich ergeben und durch das gleichzeitige immer „stärker“ werdende schwache Geschlecht wird das Bild von einem Mann immer verwaschender und verzehrter. Auf einmal muss ein Mann ein verträumter Künstler sein, der sich modisch kleidet und Gedichte oder Lieder schreibt, weil er seine Gedanken, die so konfus in seinem Kopf umherschweben nur auf diese Art und Weise ordnen kann. 

Wenn ich mir anschaue, was sich dieser Tage alles „Mann“ nennt wird mir schlecht. Sicher, jedem das seine und so weiter, aber muss das wirklich sein? Ein Mann muss meiner Meinung nach selbstsicher sein, groß, stark und mit markantem Gesicht. Ich entspreche diesem Idealbild auch nicht in allen Punkten, aber wenn ich durch die Stadt gehe und auf den ersten Blick nicht sicher sagen kann ob die Menschen, die an mir vorbei gehen Mädchen oder „Männer“ sind, dann ist irgendwo irgendwas gewaltig schief gelaufen. Männer und Frauen sind nicht gleich, das sollte irgendwann einmal in den Kopf der Menschen gelangen. Das heißt nicht, dass ein Mann einer Frau in allen Punkten und überhaupt überlegen ist, doch er ist eben anders. Und warum in Gottes Namen sollte man diese Unterschiede nicht zeigen dürfen? Ich habe oft das Gefühl, das weil ich mich nicht rasiere und weil ich nicht jeden Morgen mein Make-Up auflege, ich in dieser Welt wie ein Dinosaurier behandelt werde. Ein Relikt aus einer Zeit, in der ein Mann nur ein Stück Kernseife und Wasser brauchte für die tägliche Körperpflege. Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt, doch es macht den Punkt hoffentlich deutlich.

Ich will hier auch keine Revolution anzetteln, von wegen Männer an die Macht oder so einen Quatsch, ich möchte lediglich, dass Mann auch Mann sein darf, ohne dafür komisch angeschaut oder belächelt zu werden. Wenn es Jungs gibt, die sich wie Mädchen anziehen ist das für mich in Ordnung, doch sollte Mann trotzdem die Möglichkeit haben an den alten Werten fest zu halten …

 

 

Published in: on Februar 3, 2012 at 12:39 pm  Comments (1)  

Musik ist die Zukunft der Lyrik…

Ich habe grade einen Artikel über Leonard Cohen gelesen, in dem der Autor eben diesen Ausspruch tat. Im Zusammenhang gesehen hat er das gesagt, weil Mr.Cohen bevor er sich der Musik zu wandte, selbst Autor war, jemand der neben Prosa auch lyrische Werke verfasste. Doch eines Tages lief die ganze Sache nicht mehr, sein vierter und letzter Gedicht-Band wurde von den Kritikern sehr unterschiedlich bewertet. Daraufhin brach Cohen zu neuen Ufern auf und begann sich voll und ganz der Musik zuzuwenden. Dieser Schritt scheint mir nicht ganz unbegreiflich, schließlich wurde er auch mit unglaublichem Erfolg gekrönt.

Doch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es rechtfertigt zu sagen, die Zukunft der Lyrik liegt in der Musik. Klar erlebt die Singer-Songwriter Szene ein ziemliches Comeback, doch wie bereits gesagt, es ist nichts, was es nicht auch schon vorher gegeben hätte. Doch kann ich mir keine rechte Meinung zu der These bilden. Und das hat folgenden Grund: Es gibt Millionen von Kindern und Jugendlichen, die sich eine Gitarre schnappen zwei oder drei Akkorde darauf spielen lernen und Texte dazu zu schreiben. Der Grund dafür ist denke ich immer noch, dass man davon träumt, mit diesem Instrument reich un berühmt zu werden. Die Gitarre ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit in Form und Klang (z.B. gibt es Konzertgitarren, Westerngitarren, E-Gitarren usw) und weil sie recht leicht zu lernen ist ein Instrument, das in fast allen Musikrichtungen vertreten ist. Darum deckt man, wenn man es beherrscht, ein recht großes Spektrum an Musik ab. Zum Zweiten und ich bin mir nicht ganz sicher, wie ausschlaggebend das vor allen für viele Jungen im Teeny Alter ist, hält sich immer noch das Gerücht, dass Jungs, die Singen und Gitarre spielen können leichter Mädchen abschleppen können. Die meisten dieser Menschen werden es als Musiker oder Lyriker in ihrem Leben nicht besonders weit bringen.

Aber auf der anderen Seite gibt es da noch die einigen wenigen, die ihr Instrument tatsächlich nur zur Unterstützung ihrer Texte gebrauchen, bei denen es tatsächlich um die Aussage im Lied an sich geht. Ich bin davon überzeugt, dass Clueso oder wie auch immer der gute Mann geschrieben wird oder Bosse niemals so erfolgreich gewesen wären, wenn sie ihre Texte gesammelt hätten, um sie als Gedicht-Band zu verkaufen. So etwas lesen die meisten einfach nicht mehr, was zu großen Teilen daran liegt, dass die meisten Menschen nicht mehr lesen. In sofern ist die Lyrik, die wirklich breit im ganzen Volk verbreitet, ist die, die in Form von Musik unter die Leute gebracht wird. Gedichte vorgetragen um Menschen zu berühren, nicht weil die Musik, die sie verpackt unglaublich kunst- oder anspruchsvoll ist.

Wie bereits gesagt, ich kann mir noch nicht wirklich eine feste Meinung bilden, aber das muss ich auch nicht. Ich finde die Aussage an sich zwar nicht falsch, aber ich würde ihr auch nicht zu hundert Prozent zustimmen, da ich der Meinung bin, dass es auch Musik gibt, die völlig ohne Text auskommt und mehr sagen kann, als tausend Worte. Und mit diesen etwas schwülstigen, klischeegeschwängerten Abgang verabschiede ich mich, bis zum nächsten Mal 😛

Published in: on Januar 27, 2012 at 4:46 pm  Comments (3)  

Ist die Welt nicht abgefahren?

Ich habe mich hier schon etwas länger nicht mehr aktiv beteiligt, weil die Zeit gefehlt hat und aus tausend weiteren Gründen, die die Welt und die Menschen, die sich hier auf meinen Blog verirren nicht besonders interessieren. Wie auch immer, ich stöberte heute also ein bisschen durch WordPress und da fiel mir wieder auf, wie merkwürdig die Welt doch mittlerweile läuft. Denn ich habe das Gefühl, dass es tausende Blogs gibt, die einzig und allein dazu da sind, damit sich Menschen in ihrem eigenen Selbstmitleid suhlen können. Diese Idee ist mir gar nicht gekommen als ich meinen Blog gestartet habe, denn wer möchte schon mein tägliches Geweine hören? Doch anscheinend gibt es ja Menschen die sich diese Texte durchlesen und dann schlaue Kommentare dazu verfassen.

Meine Frage ist natürlich jetzt; warum machen die Menschen das? Was hat ein Mensch davon, sich öffentlich über seine Gefühlswelt so auszulassen? Die offensichtlichste Antwort, die mir in den Kopf kam war, dass sie keine Freunde haben und das das Internet herhalten muss. Doch das scheint in den meisten Fällen nicht der Fall zu sein. Die Leute schreiben zwar auch über ihre Probleme mit ihren Mitmenschen, aber meist auch, dass sie ihre zerrüttete Seelenlage nicht verstehen, weil sie eben doch Freunde und Bekannte haben, den sie Vertrauen und denen sie Vertrauen. Damit scheidet keine Freunde als Grund für mich auch aus. Zumindest bei einem Großteil der Blogger.

Doch warum sollte ein Mensch sich dann der Öffentlichkeit so anvertrauen, besonders wo er doch Freunde hat, mit denen er eigentlich reden könnte und die nicht so unglaublich desinteressiert reagieren wie das Internet? Die Antwort ist glaube ich schlicht und ergreifend, sie wollen sich wichtig machen. Das ist nicht auf alle bezogen, sicher gibt es auch hier wie in vielen, vielen Fällen Ausnahmen von der Regel, aber ich glaube, dass Blogs als Werkzeug der Selbstprofilierung missbraucht werden. Wenn ich schreibe: Ah, mir geht es unglaublich schlecht, mein Leben ist vorbei und die Welt geht unter, dann möchte ich, dass mich bitte jemand bemitleidet. Es ist ein in meinen Augen hilfloser Schrei nach Aufmerksamkeit, der nur von möglichst vielen Klicks auf den Blog und möglichst vielen Kommentaren unter dem Blog befriedigt werden kann. Aus einem ganz ähnlichem Grund schmeißen sich Kinder mitten auf der Straßen schreiend auf den Boden. Und ich meinen Augen ist dieses ganze Gejammer nicht viel mehr und am besten dadurch zu kurieren, dass es ignoriert wird.

Published in: on Januar 25, 2012 at 11:10 am  Comments (5)  
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Geld regiert die Welt…

Das ist ein Spruch den jeder schon mal irgendwann in seinem Leben gehört haben muss. Alles was wir tun dreht sich entweder um unsere Liebsten oder um das liebe Geld. Es verdienen, es behalten, es ausgeben und seid erschreckend langer Zeit auch damit zu Handeln. Ich muss gestehen, dass Geld eine praktische Sache ist und das unsere Gesellschaft so wie sie ist nicht bestehen könnte, wenn es keine Geld geben würde, doch bin ich der Meinung, dass wir dem Geld zu viel Aufmerksamkeit schenken und ihm auch zu viel Wert beimessen.

Denn was wir aus den Augen verlieren ist, dass Geld an sich nichts wert ist. Es schafft keinen Wert, es ist eigentlich eine potenzielle Größe wie Temperatur oder Druck, die wir erfunden haben um Waren mit einander zu vergleichen, die sich ohne Geld nicht mit einander vergleichen ließen. Angenommen ein Bauer produziert Weizen und der andere züchtet Kühe wäre der Handel zwischen ihnen ein ewiges Gefeilsche, weil jeder der Meinung ist, dass seine Ware mehr wert ist als die des anderen. Es ist schwer, eine Kuh in Weizen auf zu wiegen. Dafür gibt es Geld, damit jeder Bauer seine Erträge an jemanden verkaufen kann, der wirklich was damit anfangen kann und damit er einen Gegenwert erhält und das ist auch eine gute Sache.

Doch was wir dabei vergessen, Geld ist nur etwas wert, wenn andere Menschen es als wertvoll ansehen. Zum Beispiel komme ich selbst mit Euros in China auf dem Land nicht besonders weit. Das Geld ist an und für sich nicht weniger wert, doch das bringt die Menschen trotzdem nicht dazu, es im Tausch gegen Waren an zu nehmen. Meine Frage ist also, wie konnte etwas, dessen Wert nicht nur von Tag zu Tag immensen Schwankungen ausgesetzt ist sondern nicht mal an allen Orten gleich viel Wert ist unser Leben so stark beeinflussen? Wie kann Geld die Welt regieren, wenn es an einer Stelle alle Türen öffnet und an einer anderen nicht mal das kleinste Türchen? Natürlich träumt jeder von einem Leben, in dem er so viel Geld besitzt das er sich darum keine Sorgen mehr zu machen braucht, weil Geld Sicherheit, Ansehen und Luxus bedeutet.  Doch ich bin der Meinung, dass wir uns zumindest von Zeit zu Zeit mal Gedanken darüber machen, was es mit dem Geld eigentlich auf sich hat. Menschen haben das Geld geschaffen und mehr oder weniger beliebig seinen Wert festgelegt, darum sollte man sich nicht zu sehr auf Geld verlassen. Denn es ist eine relative Größe, die sich ständig ändert, mal zu unseren Gunsten und mal nicht….

Published in: on Januar 24, 2012 at 10:55 pm  Schreibe einen Kommentar  

Bruce Wayne vs Edward Cullen

Wenn man sich das heutige Abendprogramm anschaut, wird man feststellen, dass sowohl Batman Begins und Twilight-Biss zum Morgengrauen zur selben Zeit laufen. Das wird viele Paare vor eine Entscheidung stellen, die nicht so einfach zu treffen ist und wenn beide Partner Dickköpfe sind, zu einem ausgewachsenen Streit kommen können. Ich habe natürlich zu diesem Thema auch eine Meinung und werde versuchen zu erklären, warum man Batman jederzeit einem Film wie Twilight vorziehen sollte.

Schauen wir uns zuerst die beiden (männlichen) Hauptcharaktere der Filme an. Zum einen haben wir Bruce Wayne, einen Multimillionär der sein ererbtes vermögen dazu verwendet dem Bösen in seiner Stadt den Kampf anzusagen. Doch das ist ein bisschen allgemein gehalten. Als Kind musste Bruce mit ansehen, wie seine Eltern bei einem Überfall auf offener Straße erschossen wurden. Verständlicherweise ist dieses Erlebnis prägend für den kleinen Bruce und sorgt unter anderem dafür, dass er in seinem ganzen Leben keine Schusswaffe abfeuert. Nachdem seine Eltern ermordet wurden, schwor Bruce an ihrem Grab, dass er seine Heimatstadt Gotham City von allen Verbrechern befreien würde. Um seinen Schwur zu erfüllen, bereiste Bruce die ganze Welt um von den Meistern ihres Faches Kriminologie, Chemie, Physik und Ingenieurswissenschaften zu studieren. Auf dieser Reise eignete er sich auch viele verschiedene Kampftechniken an, die ihm in seinem späteren Leben als Batman helfen würden. Als er jedoch nach Gotham City zurückkehrte fand er eine Stadt vor, die in Korruption und Verbrechen zu ersticken drohte. Die Polizei war nicht mehr den Bürgern, sondern nur noch ihren eigenen zwielichtigen Machenschaften verpflichtet. Als Bruce Wayne hätte er nicht viel ausrichten können, er brauchte eine Maske, hinter der er sich verstecken konnte, eine Gestalt, die schon bei ihrem bloßen Anblick den Verbrechern das fürchten lehren würde und hinter der ihn niemand vermutete. So wurde Batman geboren, einer der größten Helden, die DC jemals hervorgebracht hat.

Auf der anderen Seite haben wir Edward Cullen. Cullen wurde am 20.6.1901 in Chicago, Illinois unter dem Namen Edward Anthony Masen als Kind eines erfolgreichen Rechtsanwalts geboren. Er verbrachte eine recht normale und sorgenfrei Kindheit im Kreise seiner Eltern und Freunde. Doch der erste Weltkrieg kam auf und Edward war mit 17 Jahren schon fast alt genug für den Wehrdienst, als plötzlich die Spanische Grippe in Chicago ausbrach und die gesamte Familie Masen daran erkrankte. Die Mutter war so in Sorge um ihren noch jungen Sohn, dass sie den besten Arzt der Stadt engagierte, um ihn zu helfen. Besagter Arzt war Carlisle Cullen, der nicht nur ein renommierter Doktor, sondern auch Vampir war. Er versuchte Edward zu retten, doch gegen die spanische Grippe gab es kein Heilmittel. Also entschloss Carlisle sich dazu Edward zu beißen, um ihn als Vampir die Gabe des ewigen Lebens zu geben. Da er nun nicht mehr zu seiner Familie zurückkehren konnte, teils, weil er ein Vampir war, teils, weil sie auch von der spanischen Grippe dahingerafft wurden, lebte er fortan bei Carlisle und seiner Frau. Doch Edward hatte bevor er sich endgültig zu der Familie Cullen gesellte eine rebellische Phase, in der er auszog, um mithilfe seiner Fähigkeit Gedanken zu lesen „böse“ Menschen ausfindig zu machen und zu töten. Doch nach einigen Jahren bereute er seine Taten und wurde zu einem „Vegetarier“, also einem Vampir, der keine Menschen tötet.

Eigentlich sollte nach diesen beiden Kurzlebensläufen klar sein, warum Batman um Längen besser ist als Twilight, aber ich werde es noch einmal zusammenfassen: Bruce Wayne ist ein Mann, der Seit seiner frühsten Kindheit mit Problemen zu kämpfen hat, die nicht materieller Natur sind, sonder geistiger. Er hat seine Eltern verloren und nicht nach Rache gelechtzt, sondern danach seine Stadt sicherer zu machen, damit kein anderes Kind seine Erfahrungen teilen muss. Edward war sicher auch ein Kind trauriger Umstände, doch hat er sich nicht entschlossen seine Kräfte zum wohle aller einzusetzen. Die Cullens sind eine abgeschottete Gemeinschaft, die nichts mit Menschen zu tun haben wollen und auch kein Interesse gehen, ihnen zu helfen (wenn ich das sage nehme, ich natürlich Carlisle aus, der Arzt wurde trotz seines Blutdurstes).  Batman ist ein Mensch, der sich gegen ein System auflehnt, dass den „kleinen Mann“ unterdrückt und das ohne über wirkliche Superkräfte zu verfügen. Alles, was er hat, ist seine normale Kraft und seinen Verstand. Edward ist in erster Linie daran interessiert keinen Schaden zu verursachen.

Als Letztes muss ich noch anfügen, und das ist jetzt ein ganz persönlicher Punkt, dass ich Twilight noch immer nicht verziehen habe, was sie aus Vampiren gemacht haben. Vor Twilight waren sie das ultimative Böse, sie töteten mit Stil und aus Freude am Verderben. Jetzt stehen kleine Teeny Mädchen auf Vampire und alle wollen sie einen Freund wie Edward. Die Twilight-Bücher haben Vampire weichgemacht und das werde ich ihnen nie verzeihen.


Published in: on Oktober 30, 2011 at 6:34 pm  Schreibe einen Kommentar  

Die Entstehung der Sprache

Vielen meinen, dass was uns wirklich von allen anderen Tieren unterscheidet ist die Fähigkeit zu sprechen. Durch die Gabe der Sprache und die Fähigkeit, diese Sprache für spätere Generationen fest zu halten haben wir einen so genannten kollektiven Wissensschatz erworben, der uns eine brisante geistige Entwicklung ermöglicht hat. Im Gegensatz zu allen anderen Arten können wir unseren Kindern „theoretischen“ Unterricht in gewissen Bereichen geben, der das Wissen aber nicht unbedingt die für die Handlungen nötigen Fähigkeiten mit sich bringt. Doch wie ist diese Sprache, dieses sehr komplexe Zusammenwirken von verschiedenen Lauten und Betonungen eigentlich ursprünglich entstanden?

Ich hab mich wie immer wenn mich so eine Frage packt als aller erstes im Internet ein bisschen schlau darüber gemacht. Doch leider scheint es garnicht so einfach zu seine eine Vernünftige Antwort auf die Frage nach den Ursprüngen der Sprache zu geben. Man ist sich sicher, dass es seit ungefähr 100.000 Jahren die anatomischen Voraussetzungen für das kontrollierte bilden von Lauten beim Menschen gibt. Wann und wo sich jedoch die erste „richtige“ Sprache entwickelt hat, oder wie sie funktioniert hat ist reine Spekulation. Worin sich allerdings alle Theorien einig sind ist, dass es ein dynamischer Prozess war.

Man kann sich das ungefähr so vorstellen: Ein Klischee-Höhlenmensch sieht einen seiner Artgenossen, zeigt auf einen Stein uns stößt dabei einen Laut aus. Dieser Laut unterscheidet sich jedoch am Anfang nicht großartig von allen anderen Lauten. Erst durch ständiges wiederholen des selben Lautes und dabei auf einen Stein zeigen über einen langen Zeitraum wird dem anderen Höhlenmenschen klar, dass mit „Hugabu“ wohl ein Stein gemeint sein muss. Der Vorteil einer Sprache ist, dass man bei einem bestimmten laut ein abstraktes Bild in seinem Kopf hat und damit weiß, wovon das Gegenüber spricht. Bis dieses Stadium erreicht wurde ist jedoch nach Meinung einiger Gelehrter ein nicht unbeträchtlicher Zeitraum vergangen. Ich formuliere diese Aussage mit Absicht so wage, weil sich die Aussagen der Gelehrten stark von einander unterscheiden. Doch als dieser Schritt vollzogen war, konnte man eigentlich schon von einer „richtigen“ Sprache sprechen. Alles was sich über die Jahre dazu entwickelt hat, die Einzahl und die Mehrzahl, verschiedene Zeiten, verschiedene Fälle, all das ist nur schmückendes Beiwerk und ein Zeichen dafür, dass Sprache schon immer dynamisch war und die Regeln die es bei Anwenden zu beachten gibt eigentlich völlig aus der Luft gegriffen sind. Genau wie alle Wörter die es in einer Sprache gibt. Man sollte sich wirklich mal bewusst machen, dass all die Wörter mit denen wir uns verständigen für einen Menschen der unsere Sprache nicht beherrscht wie wahllos zusammengewürfelter Lautbrei klingen muss, den er sich auch nicht ohne Weiteres logisch erschließen kann.

Immer wenn ich mich mit solch einem Thema beschäftigt habe bin ich begeistert von den Leistungen, die die Rasse Mensch über die Jahre vollbracht hat. Es wundert mich nicht, dass wir uns für etwas besonderes halten, wenn man bedenkt, was wir alles aus dem Nichts erschaffen haben: Sprache, Mathematik, Werkzeuge, Waffen, Krieg und so weiter. Ich bin mir nicht sicher ob wir die dümmste oder die schlauste Rasse auf diesem Planeten sind, aber wir haben auf jeden Fall eine Menge bewirkt in der kurzen Zeit, die wir auf dieser Erde verweilen…

Published in: on Oktober 29, 2011 at 10:50 pm  Comments (2)  

Literatur, was ist das eigentlich?

Ich bin ein Mensch, der sich gerne über Dinge, die nicht viele andere interessieren Gedanken macht. Diese Themen greife ich auf, wälze sie ein bisschen im Kopf hin und her, informiere mich recht oberflächlich darüber und halte meine Gedanken dazu in diesem Blog fest. Ich lasse mich dabei von vielen verschieden Quellen inspirieren. Das Thema zu diesem Text hat ein Freund von mir heute erst in seinem Blog behandelt und mich dazu verleitet mich mit diesem doch recht wagen Begriff ein wenig näher auseinander zu setzen (by the way, zu besagten Blog kommt ihr über diesen Link: http://chilischaf.wordpress.com ). Literatur… alleine das Wort strotzt von Kunst und trägt sofort große Namen in seinem Schlepptau. Für die meisten wird das Wort spätestens in der Schule zu einer Art Freund-Feind, der für viel Freude aber auch für viel Verdruss sorgt. Doch was genau ist eigentlich Literatur, wie ist sie definiert, was verbirgt sich hinter diesem großen und für manch einen Furcht einflößenden Wort.

Wie immer im Leben, wenn ich eine Frage habe ist Wikipedia meine erste Quelle. Es mag zwar in der Wissenschaft verpönt sein, doch in der richtigen Welt ist es mir schon eine große Hilfe gewesen und ich würde es um nichts in der Welt missen wollen. Aber zurück zum Thema. Wikipedia versteht unter Literatur alle mündlich und schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Im weiteren Text wird das ganze noch ein wenig mehr ausgeführt, aber ich werde mich erst einmal ein bisschen mit dieser Aussage befassen. Literatur ist demnach alles, was jemals von Menschenhand aufgeschrieben, aufgenommen, in Stein geritzt oder sonst wie „haltbar“ gemacht wurde. Das erstaute mich im ersten Moment, weil ich mir unter Literatur immer etwas vorgestellt habe, dass man mit Kunst gleichsetzen konnte. Doch dem ist wohl nichts so. Das bedeutet, dass jeder Mensch, der irgendwann irgendwas aufgeschrieben hat seinen Teil zur Literatur beigetragen hat. Schon ein merkwürdiger Gedanke. Doch es geht ja zum Glück noch weiter.

Der Begriff Literatur ist nämlich nur ein Oberbegriff, der sich in viele, viele kleine Fachgebiete aufspalten lässt. Man redet in der Regel von Kunst-, Fach-, oder Trivialliteratur. Was man sich unter Fachliteratur vorstellen kann ist denke ich jedem ein Begriff, doch mit dem beiden anderen Begriffen habe ich so meine Probleme. Sie sind nämlich nicht wirklich genau definiert und hängen recht stark vom Auge des Betrachters ab. Zu der so genannten Kunstliteratur gehören Romane, Gedichte, Kurzgeschichten und so weiter. Zu der so genannten Trivialliteratur gehören Zeitungsartikel, Nachrichtenmeldungen und eben alles, was nicht in die ersten beiden Gebiete gehört. Doch die Grenzen sind wie in vielen Gebieten fließend. Nimmt man zum Beispiel das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Steven Hawkings. Das Buch lässt sich kaum in einen der Bereiche einordnen. Es folgt einem so genannten narrativen Faden, es ist aber kein Roman. Es enthält viele Fachbegriffe und erklärt wissenschaftliche Theorien, jedoch ohne sie genau zu erklären oder gar zu beweisen und es ist aus dem Verlangen heraus entstanden, den Menschen die Angst vor der Physik zu nehmen, weshalb es von vielen Fachleuten als Trivialliteratur abgetan wurde. Wie wir sehen ist es nicht so einfach ein Buch in diesen Kategorien unter zu bringen. Das einzige von dem man sich sicher sein kann ist, dass wir es hier mit Literatur zu tun haben. Auch wenn wir nicht wissen mit welcher…

Literatur ist also wieder eines der Worte, die wir Menschen erfunden haben um uns selbst die Welt zu erklären ohne genau zu wissen, wovon wir eigentlich reden. Das ist das einzige, was ich nach all meinen Überlegungen zu dem Thema sagen kann…

Published in: on Oktober 28, 2011 at 6:11 pm  Schreibe einen Kommentar  

Das Bild der Welt von uns

In Zeiten des Internets, in denen viele menschliche Kontakte lediglich auf Chats und Nachrichten in irgendwelchen sozialen Netzwerken reduziert sind hat sich das Bild, dass man von sich gestalten kann sehr stark geändert. Wo es früher noch nötig war seinen Gegenüber kennen zu lernen um zu erfahren, welche Musik er oder sie hört oder was seine oder ihre Lieblingsfarbe ist reicht meist ein kurzer Blick in das Profil der Person um sich Antworten auf diese Fragen zu verschaffen. Doch genau so können wir uns auch ein Bild von uns selbst erstellen, wie es uns gerade in den Kram passt. Wir können ein Foto suchen, das uns gut aussehen lässt oder wir nehmen gleich ein Bild, dass mit uns an und für sich nicht viel zu tun hat aber cool aus sieht. Dann können wir noch alle möglichen Dinge über uns schreiben, ob sie nun wahr sind oder nicht sei mal dahingestellt.

Dieses reichhaltige Angebot an Möglichkeiten der Selbstdarstellung ist für mich zu einer rechten Qual geworden. Damit meine ich nicht persönlich mich, denn ich bin so frei nicht viel über mich bei zum Beispiel Facebook preis zugeben, sondern diejenigen meiner „Freunde“ die die Möglichkeit nutzen um mir ihr Leben ins Gesicht zu werfen. Mit wem sie was tun, wie sie grade drauf sind, was sie anhaben und so weiter und so fort. Doch das sind alles Dinge, die ich noch verschmerzen kann. Viel mehr regen mich die Bilder mit denen ich Tag  für Tag zugespamt werde auf. Besonders die weibliche Fraktion verspürt das anhaltende Bedürfnis sich nicht nur in Schrift sondern auch in Bild im Internet zu verewigen und das wirft bei mir einige Fragen auf: Warum tun sie das? Ist es eine generelle Neigung oder nur ein Problem meines Bekanntenkreises? Und die wichtigste von allen: Warum immer in der selben Pose vorm Spiegel oder die Kamera auf sich selbst gerichtet?

Nach einer kleinen Recherche im Netzt stellte sich heraus, dass ich nicht der einzige Mensch bin, dem dieses Phänomen aufgefallen ist. Auf der ganzen stark vernetzten Welt gibt es Mädchen im Alter von 12-24 die unendlich viele Fotos von sich selbst gemacht haben um diese dann ins Internet zu stellen. Dazu ist die Pose die diese Mädchen einnehmen auch immer recht ähnlich. Leicht geschürzte Lippen, einen Möchtegern-Verführerblick, die Hände in die Hüften gestemmt und den Hintern raus gestreckt. Doch diese Erkenntnis führ weiter zu der Frage warum. Warum tun Mädchen das, was gibt es ihnen?

Die erste Antwort meinerseits wäre, sie halten sich für Models und freuen sich an der Aufmerksamkeit, die solche Bilder zwangsläufig mit sich bringen. Doch das kann in meinen Augen nicht die ganze Wahrheit sein. Die zweite Antwort ist, dass sie nicht wissen, wie sie auf die Welt wirken und deshalb versuchen mit diesen Bildern und ihrem Profil eine Maske zu erstellen hinter der man sich verstecken kann. Denn am Ende des Tages ist das Internet zwar nicht anonym doch viel leichter zu kontrollieren. Man kann bevor man schreibt drei mal über seine Antwort auf Fragen nachdenken. Man ist nicht direkt mit dem Menschen konfrontiert und man hat sein Profil, dass einen vor dem „Blick hinter die Kulissen“ bewahrt.

Ich bin mir nicht sicher, was die Antwort auf diese Frage ist, doch ich weiß das ich wünsche, dass man damit aufhören sollte. Damit bin ich zwar der Prediger in der Wüste, weil sich die richtigen Leute solche Texte nicht durchlesen, aber ich bin der Meinung, dass sollte mal gesagt werden.

Published in: on Oktober 25, 2011 at 3:34 pm  Comments (1)  

Der Tod für Kinder

Ich habe mich in letzter Zeit mehr zufällig als aus wirklicher Neugier mit dem Thema „Der Tod aus Sicht eines Kindes“ beschäftigt. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke mag es für einige merkwürdig erscheinen, warum man auf so ein Thema zufällig kommt aber lasst es mich kurz erklären: Ich schlenderte guter Dinge durch die örtliche Buchhandlung, auf der Suche nach einem Kinderbuch von dem mir meine Schwester erzählt hatte. Ich lese in der Regel keine Kinderbücher, doch das besagte Buch heißt die Menschenfresserin und sie hat da so begeistert von erzählt dass ich mir ein eigenes Bild verschaffen wollte. Darum durchstöberte ich die Kinderabteilung im besagten Buchladen und stolperte dabei über das Buch „Der Besuch vom kleinen Tod“. Mich hat schon der Titel so gefreut das ich nicht widerstehen konnte und das Buch in die Hand nahm. Es ist wie der Titel und der Standort des Buches schon vermuten lassen ein Buch, dass kleinen Kindern eine Antwort auf die Frage: „Was passiert, wenn man nicht mehr lebt?“ geben soll. Ich halte also dieses Buch in der Hand und bin begeistert von der Geschichte, den Zeichnungen und der gesamten Atmosphäre, die das Buch ausmacht. Ich war sogar so begeistert, dass ich mich nicht zurückhalten konnte und das Buch gekauft habe.

Der Grund für meine Begeisterung war schlicht und einfach, dass das Buch mir eine neue Perspektive aufgezeigt hat. Im Buch wird der Tod als eine sehr freundliche und Zitat „reizende Person“ dargestellt, die sich nichts mehr wünscht als den Menschen, die gestorben sind den Übergang vom Leben ins Nichtleben so angenehm wie möglich zu machen, ohne jedoch von den Leuten verstanden zu werden. Erst ein Mädchen, dass an einer sehr schweren und schmerzvollen Krankheit gestorben ist und sich auf den Tod gefreut hat, erkennt das wahre Wesen des Tods und zeigt seine guten Seiten auf. Dieser Ansatz ist in meinen Augen der wohl beste, den man in Bezug auf den Tod haben kann. Warum soll man Angst haben, obwohl man sich nicht sicher sein kann, was nach dem Leben kommt? Ist es nicht viel tröstlicher, wenn man daran glaubt, dass der Tod eine reizende kleine Person ist, die sich um uns kümmert, wenn das Leben uns im Stich lässt? Das muss denke ich jeder für sich ausmachen, doch ich war begeistert von dem Buch und den Gedanken, die darin propagiert werden und ich kann nur jedem empfehlen es auch einmal zu lesen. Auch wenn es für Kinder ist.

Published in: on Oktober 21, 2011 at 7:07 pm  Comments (2)  

Hallo meine Freunde

Ich habe mich entschieden, einen eigenen Blog zu starten, nachdem ich nunmehr seit einem Monat Blogs für fremde Menschen schreibe. Dabei habe ich so viel zu sagen und zu schreiben, dass ich mir dachte, dass es eine gute Idee wäre meine ganze Weisheit und alle meine grandiosen Gedanken mit euch zu teilen und ein eigener Blog schien mir ein sehr guter Weg dazu zu sein. Draum will ich es auch nicht länger spannend machen und wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Published in: on November 30, 2010 at 9:55 pm  Comments (1)