Please take the tables away

I have not posted anything in a long time and I would like to apologise for that. My live has been changing drasticly in the last six month and writing became a distant memory. But something happened last week that inspired me to give up my silience and rant once more about stuff that is utterly unimportant for the rest of the world.

After moving back to the north of Germany I started going back to the places I know, like this little cafe I used to hang out at all the time. It is a really small cafe, but it is cosy and I really feel at home there. It is just one room with a bench that stretches across two walls and a little wooden block that used to function as a table. There was space for no more than six or seven people and even this many would have to sit uncomfortably close to each other. It was far from perfect but what I really liked about this place is the fact that you don’t have the odd hipster or business man in there, sipping at there coffee and working on a laptop. There was no space to put it, because the little wooden block was just big enough for two cups of cappuccino. You ether met someone there to talk to or you read the paper, that was about it.

But all that has changed. I was quiet shocked to see that in the dark mists of night a small table was installed along with a bench that was not directly on the wall but right there in the guest room. That wasn´t right. I am usually a very calm person, but that was a bit much for me. I was alone in the room, except for the hippie-girls behind the counter obviously, my parents how I was planning to meet there haven´t had arrived jet. I asked the girl behind the counter for a medium sized americano and asked about the table and what the hell the owner was thinking. She was very apologetic and told me the story about how the how concept of the cafe was changing and the table and the bench where the start of it. That is just great. 

Not having a table and very little room to work was the main reason for me to go to that cafe. Not having to hear people talking way too loud on a telefon because they are preparing a presentation or a business plan was the best thing about this cafe. Not having a table sorted out the people that need a table to feel comfortable and those are the kind of people how think about nothing but work. I don’t want that when I am drinking a nice cup of coffee. I don’t want to have the feeling, that I could spend my time more productive, if I wanted that I would go to my office and drink coffee there. I want to be able to talk to the staff and the other guest or just read my paper in peace without the sound of a keyboard being molested by some important banker dude. Please give me back my old cafe with the good coffee and no tables. It is much better this way…

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Published in: on März 6, 2017 at 5:16 pm  Schreibe einen Kommentar  

Der Mann und sein Auto

Ich habe gestern ein wenig Zeit gehabt, die sich nicht anders überbrücken ließ als in einem Kieler „Männer“-Magazin zu lesen. Ich stehe solchen Magazinen in der Regel eher skeptisch gegenüber, weil die meisten entweder versuchen für Männer zu sein, Frauen dabei aber nicht auf den Schlips treten wollen oder eben auf „WOAHH, wir sind Männer und in unser männlichen Männlichkeit nicht zu übertreffen“ machen. Ich bin mir nicht sicher, was ich schlimmer finde.

Wie dem auch sei, dieses spezielle Magazin liegt sogar kostenlos aus, was die Erwartungen an die Artikel deutlich gesenkt hat. Und kaum war die erste Seite aufgeschlagen wurde das Klischee bereits von einem Typen erfüllt, von dem man keinen Name erfährt, der sich aber „Maschine“ nennt. Viel alberner geht es kaum, aber naja, soll er machen wenn er glaubt damit glücklich werden zu können. Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein und so weiter.

Doch was mich wirklich gestört hat, ist die Art und Weise, wie dort die Auto-Sektion gestaltet wurde. Es wurde als eine Art Quartett aufgestellt, woran an und für sich nichts Verwerfliches ist. Es ist sogar eine recht gute Idee um die verschiedenen Zahlen die ein Auto produziert, Motor-Leistung, Spitzengeschwindigkeit, Hubraum und so weiter, auf einen Blick dar zu stellen und zu vergleichen. Doch wer auch immer den beistehenden Text geschrieben hat gehört geohrfeigt. Er war nicht nur platt, er hat auch kaum Informationen enthalten die für den geneigten Leser verwendbar waren und bewegte sich von der Sprache im Niveau eines Hauptschülers, der seinen Golf II als aller erstes „´n bisschen tiefer legen und dicke Puschen/Schlappen“ drauf ziehen muss.

Hier bei handelt es sich um ein generelles Problem, dass nicht nur auf dieses Magazin beschränkt ist. Wenn man sich als Auto-Freund outet wird man sehr schnell in eben diesen Pool aus Leuten gesteckt, die zwar einen Führerschein haben, sich aber nur mit Mühe die Schnürsenkel binden können. Autos sind etwas, über das man nicht spricht, entweder man hat ein oder man hat eben keins. Über Autos unterhalten tun sich nur die, die in der Schule nicht aufgepasst haben und deshalb wenn sie lesen können kein Problem damit haben wenn man sich in so einem Artikel auf Redewendungen stützt wie „der zieht einem das Baguette vom Brot, wie wir Franzosen sagen“.

Ich appelliere also an den Schreiber dieses Artikels und an die Schreiber ähnlicher Artikel in ganz Deutschland: Es gibt auch Leute die wenn man sie nach ihrem Namen fragt eine höhere Trefferquote als 4 von 10 haben und sich trotzdem für Autos interessieren. Bitte, bitte gebt euch ein bisschen mehr Mühe und macht es euch nicht so einfach. BItte, bitte, bitte mit ganz viel Zucker oben drauf…

Published in: on Januar 8, 2014 at 2:20 pm  Schreibe einen Kommentar  

Die Seele der Maschine

Wir Leben in einer Welt, in der wir jeden Tag mit Maschinen zu tun haben. Manche sind elektrisch, andere mechanisch, doch ist ohne sie ein Leben kaum mehr vorstellbar. Egal ob es dabei um das Radio, den Kühlschrank, den Laptop oder das Auto geht, kaum einer kommt an ihnen vorbei. Sie sorgen dafür, dass unser Leben angenehmer wird, dass wir leichter durch den Alltag kommen und das die Welt ein Dorf geworden ist. Noch vor 200 Jahren war eine Reise um die Welt ein Unterfangen, dass fast ein Leben in Anspruch genommen hat, heute ist es kein Problem sie in unter einem Tag zu vollziehen. Doch die meisten Maschinen sind eben genau das für uns: Maschinen, Dinge die wir benutzen aber die uns kaum etwas bedeuten. Geht eines kaputt kaufen wir ein neues und geht das kaputt wird es wiederum durch ein anderes ersetzt. Wir verzichten nicht gerne auf einen Standard, den wir erricht haben, doch am von wem oder was dieser Standard erhalten wird ist uns beinahe egal.

Doch merkwürdiger Weise ist das nicht bei allen Maschinen so. Einige wachsen uns ans Herz, weil sie einen eigenen Charakter zu haben scheinen, weil sie anders sind als alle anderen oder weil sie uns schon so lange auf unserem Weg begleiten. Die Maschinen, denen wir am häufigsten eine Seele zusprechen sind Autos. Für viele Leute ist das Auto ein Werkzeug, nicht anders als der elektrische Dosenöffner, den sie bei sich in der Küche habe. Es fährt von A nach B und wenn es das tut ohne eine Panne zu haben, dann sind sie sehr zufrieden. Doch es gibt Autos, die mehr sind als nur Werkzeuge, vor allem weil sie als Werkzeuge nicht besonders viel taugen. Ich zum Beispiel weiß noch ganz genau, was mein erstes Traumauto war: ein metallic blauer Strandbuggy, den ich jeden Tag gesehen habe, wenn ich mit dem Rad zur Schule gefahren bin. Jedes Mal stand er da im Carport direkt an der Straße und jedes Mal bin ich langsamer geworden, nur um einen längeren Blick auf ihn werfen zu können. Ich war begeistert davon, dass er kein Dach hatte und dass man den Motor fast komplett sehen konnte und das er so anders aussah als alle anderen Autos, die ich bis dahin gesehen habe. Und jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei gefahren bin ist mein Wunsch größer geworden, später genau dieses Auto zu fahren. Kein anderes sollte es sein, nur mein kleiner blauer Strandbuggy. Leider Gottes war ich erst sechs Jahre alt und mir war noch nicht klar, dass so ein Auto aus einem guten Grund immer im Carport gestanden hat. Es hatte keinen Kofferraum, es war sehr laut und wahrscheinlich auf der Straße auch nicht besonders bequem zu fahren. Doch auch heute noch muss ich wenn immer ich an einem Buggy vorbei laufe (zugegeben, dass passiert nicht besonders oft, aber es kommt vor) an meinen kleinen blauen Buggy denken, der mir meinen Schulweg immer versüßt hat.

Ich glaube nicht, dass alle Autos diese Art von Charme haben, kaum einer träumt davon irgendwann mal in einem Skoda Fabia zu fahren, weil es sein absolutes Traumauto ist. Aber es gibt sie, die Autos mit Seele, mit Charakter, Maschinen, die deutlich mehr sind als das.

Published in: on März 19, 2013 at 12:46 pm  Schreibe einen Kommentar  

Von Zügen und schreienden Blagen…

In letzter Zeit bin ich viel in Bussen und der Bahn unterwegs, was nicht immer eine Freude ist. Ich bin kein Fan des Personen Nahverkehrs, weil ich immer das Gefühl habe dort eine gewisse Zeit meines Lebens zu verschwenden. Auch wenn ich in dieser Zeit nichts anderes zu tun hätte oder sie alternativ im Internet vertrödeln würde kommt mir jede Minute, die ich in einem Zug sitze wie eine vergeudete Minute vor. Man kann dort zwar lesen oder auch schreiben, doch man kann beides nicht besonders gut. Das Schreiben wird durch das Geschlinger des Fahrzeugs verhindert und das Lesen von den anderen Fahrgästen vereitelt. Wenn man Glück hat hat man lediglich eine lärmende Gruppe junger oder alter Menschen in seiner Nähe, die erstaunlich gleich uninteressante Geschichten zu erzählen haben, oder der Sitznachbar versucht einem ein Gespräch aufzuzwingen. Oder, und jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Grund meines Artikels, im Bus oder Zug gibt es ein schreiendes Kind, dass auch auf das wiederholte Ermahnen seiner Eltern nicht reagiert und sein Organ bis zur Belastungsgrenze ausprobieren muss.

Es mag wie ein Klischee klingen (das liegt daran, dass es wahrscheinlich schon eins geworden ist) aber besonders in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass Kinder immer lauter und nerviger werden und das die Eltern immer weniger dagegen tun können. Die Schuld ist dabei zum Teil bei den Eltern zu suchen, die offensichtlich nicht mehr in der Lage sind ihre Kinder ruhig zu stellen, mit welchen Mitteln auch immer, zu einem anderen und vielleicht größeren Teil ist sie jedoch in der Art zu suchen, wie die Gesellschaft ein Kind sieht und mit ihm umgeht. Kinder sind der größte Schatz der Erde, sie sind unsere Zukunft und deshalb das wichtigste, was wir jemals in unserem Leben leisten werden. Doch es nützt nichts, wenn ein Kind bis zu seinem 30sten Lebensjahr in Seide gepackt wird und nicht lernt, wann und wie es sich zu benehmen hat. Doch ein Kind zurecht zu weisen ist nicht schicklich, dass ist etwas, dass man nicht macht, nicht zuhause und schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Ein Kind anzufahren (mit Worten, mit einem Auto ist das noch mal eine andere Geschichte) ist einfach schrecklich und ein Zeichen dafür, dass man sich selbst nicht im Griff hat. Schreit das Kind ist man ein schlechtes Elternteil, weil dass Kind sich nicht benehmen kann und sorgt man dafür, dass es aufhört und erhebt dabei seine Stimme ist man sogar noch schlimmer.

Ich weiß nicht an welcher Stelle der Geschichte aus Kindern fragile Skulpturen aus Glas geworden sind, die am besten immer ihren Willen bekommen und die man auf keinen Fall grob anfassen darf. An dieser Stelle möchte ich nicht falsch verstanden werden, wer sein Kind permanent und ohne Grund anschreit und schlägt sollte keine Kinder haben dürfen. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Zurechtweisung und Kindesmisshandlung und nichts zu tun ist eben keine Alternative. Vielleicht spricht da wieder der alte Mann aus mir, doch ich bin der Meinung, dass ein gezieltes „Nein!“ oder ein „Jetzt reichts!“ absolut vertretbar sind. Wenn ein Kind nicht bei Zeiten Grenzen kennen lernt wird es alle Menschen in seiner Umgebung nerven, ganz besonders mich, der ich doch nichts anderes möchte als in Ruhe Bus und Bahn zu fahren…

Published in: on März 13, 2013 at 9:28 pm  Comments (1)  

Freiheit, ein Wort mit vielen Gesichtern

Ich schreibe ab und zu hier in diesen Blog, in letzter Zeit ist es wieder ein wenig eingeschlafen, aber damit war zu rechnen. Keiner hat immer etwas wichtiges zu sagen und wenn es nicht wichtig ist, sollte man es besser für sich behalten. Doch so manches Mal fange ich an etwas zu schreiben und dann veröffentliche es nicht. Die Gründe sind recht zahlreich, entweder war das Thema nicht so ergiebig wie ich am Anfang gehofft habe, oder ich habe schlicht weg die Lust an meinem Artikel verloren, weil das Thema, dass ich mir ausgesucht habe zu schwammig und zu groß ist um es in weniger als 500 Worten abzufrühstücken. Es gibt sicher Leute, die auch die größten Themen in wenigen Worten darstellen können, aber diese Gabe ist mir nicht gegeben und ich habe an mich und mein Geschriebenes immer den Anspruch, dass der potentielle Leser etwas mit nimmt, einen Ansatz für einen Gedanken etwa.

Eines der Themen, die mich immer wieder beschäftigen, zu denen ich auch schon einige Artikel begonnen habe zu schreiben ist Freiheit. Keiner dieser Artikel ist über diesen Anfangs-Status je hinaus gekommen, denn ich finde es schwierig dieses Thema objektiv zu betrachten.  Nichts sorgt für so viel Streit wie der Wunsch nach Freiheit. Jeder Mensch wünscht sich, sein Leben so leben zu können, wie er es für richtig hält, keiner mag es wenn ein anderer ihm die Butter vom Brot nimmt und keiner mag Regeln, die er nicht selbst aufgestellt hat. Doch sehen die meisten ein, dass es zumindest einige Regeln geben muss, damit man mit anderen Menschen in einer Gemeinschaft leben kann. „Du sollst nicht töten“ ist eine Regel, die von den meisten Menschen als sinnvoll erachtet wird. „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andren zu“ ich auch eine Regel, die recht großen Anklang findet. Doch am Ende des Tages gelten diese Regeln nur für Leute, die sich daran halten. Jeder Mensch hat die Freiheit, sich dagegen zu wehren und keiner kann ihn davon abhalten. Beispiele dafür finden sich zu Hauf. Moral ist ein menschliches Konstrukt und sorgt dafür, dass wir in einer Gesellschaft zusammen leben können, doch sie beschneidet auch die Freiheit, etwas tun oder lassen zu können. Hinter jedem Gebot der Moral steht ein „Du MUSST…“ ein Satz, der im Gegensatz zu dem steht, was viele als Freiheit betrachten. Müssen bedeutet keine Wahl zu haben.

Doch ein schönes Bild von einer Welt, in der es keine Regeln, weder gesetzliche noch moralische, wird im Computer-Spiel „Bio Shock“ gezeichnet. Dort hat ein reicher Großindustrieller eine Stadt unter Wasser gebaut, in der Künstler, Wissenschaftler und alle anderen, die keine Lust haben einem anderen Menschen Rechtschaffenheit abzulegen einen Ort finden, der sie von allen Fesseln entbindet, der sie frei macht zu tun und zu lassen, was auch immer ihnen in den Sinn kommt. Das Ergebnis ist nicht das Utopia, was er sich erträumte, sondern viel mehr ein Albtraum, in dem Chirogen nach Picassos Vorbild Körper gestalten, die Kunst Morde beinhaltet und keiner dem anderen mehr vertrauen kann.

Freiheit macht nicht immer frei, schon gar nicht, wenn alle frei sind zu tun und zu lassen, was auch immer ihnen in den Sinn kommt…

Published in: on März 12, 2013 at 9:06 pm  Schreibe einen Kommentar  

Sei schlau, bleib blöd

Ich lese grade ein Buch, dass da heißt „The world according to Clarkson“. Das Buch wurde von Jeremy Clarkson geschrieben, einem englischen Journalist, der hier in Deutschland vor allem durch seine Auto-Show „Top Gear“ bekannt sein dürfte. In seinem Buch geht es um alles und nichts, es ist eine Ansammlung verschiedener Anekdoten die ihn dazu bringen, seine Meinung über verschiedene Themen kund zu tun. Wer britischen Humor zu schätzen weiß wird bei dem Buch auf jeden Fall auf seine Kosten kommen, doch darum geht es mir in diesem Artikel nicht wirklich. Mir geht es vielmehr um einen Gedanken, den ich daraus entnommen habe.

In einem der Karpitel geht es darum, dass Clarkson sich darüber beschwert, dass zu viel Wissen das Leben komplizierter macht. Ein Mensch, der sich die Zeit nimmt einen Sachverhalt wie einen Konflikt von allen Seiten zu beleuchten steht meist vor dem großen Problem, dass er nicht genau sagen kann ob er „dafür“ oder „dagegen“ ist, weil beide Seiten gute Argumente haben und es deshalb unmöglich ist eine Entscheidung zu treffen. Je weniger man weiß, desto leichter ist es, sich eine Meinung zu machen. Kennt man zum Beispiel nur eine Seite der Medaille ist es sehr einfach. Clarkson führt in seinem Beispiel den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis an. Kennt man nur die eine oder die andere Sicht der Dinge ist es leicht zu sagen: “ Die bösen, bösen Palästinenser sind alles Terroristen, die einen völlig friedlichen Staat wie Israel zu einen Krieg zwingen, den sie nicht wollen.“ Genau so lässt sich dann aber auch sagen: „Die bösen, bösen Israelis lassen nicht zu, dass die Palästinenser einen eigenen Staat gründen können, obwohl sie durchaus ein geschichtliches Recht darauf hätten. Ihre Dickköpfigkeit ist der ganze Grund für die immer währenden Unruhen.“ Beide Seiten beleuchten den selben Konflikt, beide Seiten kommen mit einem Minimum an Informationen aus und sind deshalb recht leicht zu vertreten. Jetzt gibt es natürlich in jedem Lager Leute, die sich eingehender mit dem Konflikt auseinander gesetzt haben, die Daten und Fakten besser kennen und anhand dieser Daten und Fakten sagen können, warum die eine Seite im Recht ist und die andere eben nicht. Doch der Punkt ist, dass es eben auf beiden Seiten diese Leute gibt und man als unbeteiligter dritter unmöglich sagen kann, dass die Argumente der einen Seite einleuchtender sind als die der anderen. Wir können unsere moralischen Grundsätze in die Diskussion mit einbringen, doch da diese Grundsätze sogar situationsbedingt wandelbar sind bleibt am Ende nur zu sagen, dass man zu diesem Thema keine Meinung hat.

Worauf Clarkson in seiner Argumentation hinaus möchte ist, dass beide Seiten eines Konflikts „Recht“ haben und das es deshalb schwierig bis unmöglich ist, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, wenn man alle Wahrheiten und Standpunkte gehört und alle Fakten und Daten mit einbezogen hat. In einer Welt, in der die Medien nicht wertungsfrei berichten, in der der Slogan der am häufigsten verkauften Zeitung „Bild dir deine Meinung“ ist wird es immer Leute geben, die zu jedem Thema eine Meinung haben. Ob diese Meinung auf Fakten basiert oder nicht ist völlig unerheblich, denn darum geht es bei Meinungen nicht. Sie drücken aus, was wir denken und sind leichter zu fassen, wenn man wenig weiß und das wenige, was man weiß in „schwarz und weiß“ gehalten ist. Traurig aber wahr…

Published in: on März 7, 2013 at 12:50 pm  Comments (1)  

Comics dieser Tage…

Ich bin ein Fan von Comics, wer meinen Artikel über Batman und Twilight gelesen hat wird davon sicher nicht wirklich überrascht sein. Doch scheine ich zu einer aussterbenden Art zu gehören, denn in einer Welt in der unbewegte Bilder entweder Werbung und Kunst sind finden Comics immer weniger Beachtung. Vor nicht all zu langer Zeit musste ich mich sogar mit einer Dame auseinandersetzen, die davon überzeugt war, dass Batman ein Typ ist, der sich für eine Fledermaus hält… Das schlimmste daran war, dass diese Person sich selbst einen Künstler nennt und dennoch keine hohe Meinung von Comics hat.

Natürlich ist es immer eine Geschmackssache ob man auf Comics steht oder eben auch nicht, doch sie einfach als „dämliche und kindisch“ ab zu tun und in ihnen nicht mehr zu sehen als kurzweilige Unterhaltung wird ihnen einfach nicht gerecht. Zwar sind die großen Zeiten des Comics vorbei, doch alleine die vielen Comic-Verfilmungen der letzen Jahre sollten zeigen, dass ein Interesse an den Helden vergangener Tage auch heute noch vorhanden ist. Die meisten Comics sind nichts für Kinder, denn sie behandeln Aspekte unserer Welt, die ein Kind nicht versteht, weil es sie noch nicht verstehen kann. Nehmen wir Superman zum Beispiel: Er ist ein Alien von einem anderen Planeten, der als Säugling auf die Erde gekommen ist um seiner Vernichtung zu entgehen. Er wird von einem Ehepaar aufgezogen, dass ihm beibringt, dass Recht und Wahrheit das höchste Gut sind und das man keine Probleme damit löst den anderen mit Gewalt zu unterdrücken. Superman tötet seine Gegner nicht, er lässt sie einsperren und führt sie ihrer gerechten Strafe zu. Die Werte, die Superman verkörpert sind vielen Menschen, auch in der Regierung der Vereinigten Staaten ein Dorn im Auge, weshalb auch sie neben den sonstigen Gefahren die auf ihn lauern versuchen ihn zu vernichten, zu korrumpieren oder sich seiner zu entledigen. Doch trotz all dieses Gegenwinds gelingt es dem Helden am Ende immer den Sieg davon zu tragen, seine Werte nicht zu verraten und keinen Menschen zu verletzen.

Superman ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen wie schwer es ist ein guter Mensch zu sein, auch wenn man über alle Zweifel erhaben zu sein scheint. Doch er zeigt auch, dass es nicht unmöglich ist im Kampf mit dem „Bösen“ seine Ideale nicht zu verraten. Doch in den vielen, vielen tausend Comics die seid den 1930ern erschienen sind gibt es nicht nur diese große Wahrheit, die über allem steht. In jedem Comic gibt es eine eigene Botschaft, nicht immer ist sie neu, selten ist sie von solcher Bedeutung wie sie die übergeordnete Botschaft ist, doch jede hat ihre Berechtigung. Und Superman ist nur eines von vielen Beispielen die sich hier anführen lassen würden. Batman, der trotz seiner traumatischen Erlebnisse in der Kindheit sein Leben in den Dienst einer Stadt stellt, die ihn zwar braucht aber nicht will. Hellboy, der Sohn des Teufels, der trotz seiner Abstammung Dämonen jagt um die Menschen die ihm wichtig sind zu beschützen. Diese Liste könnte man noch lange, lange fortführen. Comics sind kein Kinderkram. Sie sind mit Bildern untermalte Geschichten, wie sie kein anderes Genre hervorbringen kann. Sie verbinden das Beste aus Film und Buch und sie nicht als Kunst zu bezeichnen zeigt, wie ignorant manche Menschen in unserer Welt sind…

Published in: on Oktober 31, 2012 at 7:14 pm  Comments (2)  

Der Mann in unserer Zeit

Ein Freund von mir hat angeregt, dass ich mich in diesem Blog auch einmal mit eben diesem Thema auseinandersetze. Denn wir leben in einer Welt, in der der „dominante“ Mann als Alleinverdiener und Ernährer der Familie ausgedient haben soll und sich weil er nicht mehr auf bestimmte rollenspezifische Vorurteile achten muss geben kann, wie er möchte. Doch genau hier liegt das Problem, zumindest meiner Ansicht nach. An dieser Stelle möchte ich schon mal vorweg einfügen, dass es sich hierbei nur um meine bescheidende Meinung handelt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat.

Das Bild des Mannes wird immer mehr verwaschen. Männer können Schals als modische Accessoires tragen, wir können uns schminken und an allen Stellen des Körpers rasieren, wenn wir nur wollen. Auch wenn ich mir mit dem wollen da nicht mehr so sicher bin. Durch diese Freiheiten, die sich ergeben und durch das gleichzeitige immer „stärker“ werdende schwache Geschlecht wird das Bild von einem Mann immer verwaschender und verzehrter. Auf einmal muss ein Mann ein verträumter Künstler sein, der sich modisch kleidet und Gedichte oder Lieder schreibt, weil er seine Gedanken, die so konfus in seinem Kopf umherschweben nur auf diese Art und Weise ordnen kann. 

Wenn ich mir anschaue, was sich dieser Tage alles „Mann“ nennt wird mir schlecht. Sicher, jedem das seine und so weiter, aber muss das wirklich sein? Ein Mann muss meiner Meinung nach selbstsicher sein, groß, stark und mit markantem Gesicht. Ich entspreche diesem Idealbild auch nicht in allen Punkten, aber wenn ich durch die Stadt gehe und auf den ersten Blick nicht sicher sagen kann ob die Menschen, die an mir vorbei gehen Mädchen oder „Männer“ sind, dann ist irgendwo irgendwas gewaltig schief gelaufen. Männer und Frauen sind nicht gleich, das sollte irgendwann einmal in den Kopf der Menschen gelangen. Das heißt nicht, dass ein Mann einer Frau in allen Punkten und überhaupt überlegen ist, doch er ist eben anders. Und warum in Gottes Namen sollte man diese Unterschiede nicht zeigen dürfen? Ich habe oft das Gefühl, das weil ich mich nicht rasiere und weil ich nicht jeden Morgen mein Make-Up auflege, ich in dieser Welt wie ein Dinosaurier behandelt werde. Ein Relikt aus einer Zeit, in der ein Mann nur ein Stück Kernseife und Wasser brauchte für die tägliche Körperpflege. Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt, doch es macht den Punkt hoffentlich deutlich.

Ich will hier auch keine Revolution anzetteln, von wegen Männer an die Macht oder so einen Quatsch, ich möchte lediglich, dass Mann auch Mann sein darf, ohne dafür komisch angeschaut oder belächelt zu werden. Wenn es Jungs gibt, die sich wie Mädchen anziehen ist das für mich in Ordnung, doch sollte Mann trotzdem die Möglichkeit haben an den alten Werten fest zu halten …

 

 

Published in: on Februar 3, 2012 at 12:39 pm  Comments (1)  

Musik ist die Zukunft der Lyrik…

Ich habe grade einen Artikel über Leonard Cohen gelesen, in dem der Autor eben diesen Ausspruch tat. Im Zusammenhang gesehen hat er das gesagt, weil Mr.Cohen bevor er sich der Musik zu wandte, selbst Autor war, jemand der neben Prosa auch lyrische Werke verfasste. Doch eines Tages lief die ganze Sache nicht mehr, sein vierter und letzter Gedicht-Band wurde von den Kritikern sehr unterschiedlich bewertet. Daraufhin brach Cohen zu neuen Ufern auf und begann sich voll und ganz der Musik zuzuwenden. Dieser Schritt scheint mir nicht ganz unbegreiflich, schließlich wurde er auch mit unglaublichem Erfolg gekrönt.

Doch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es rechtfertigt zu sagen, die Zukunft der Lyrik liegt in der Musik. Klar erlebt die Singer-Songwriter Szene ein ziemliches Comeback, doch wie bereits gesagt, es ist nichts, was es nicht auch schon vorher gegeben hätte. Doch kann ich mir keine rechte Meinung zu der These bilden. Und das hat folgenden Grund: Es gibt Millionen von Kindern und Jugendlichen, die sich eine Gitarre schnappen zwei oder drei Akkorde darauf spielen lernen und Texte dazu zu schreiben. Der Grund dafür ist denke ich immer noch, dass man davon träumt, mit diesem Instrument reich un berühmt zu werden. Die Gitarre ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit in Form und Klang (z.B. gibt es Konzertgitarren, Westerngitarren, E-Gitarren usw) und weil sie recht leicht zu lernen ist ein Instrument, das in fast allen Musikrichtungen vertreten ist. Darum deckt man, wenn man es beherrscht, ein recht großes Spektrum an Musik ab. Zum Zweiten und ich bin mir nicht ganz sicher, wie ausschlaggebend das vor allen für viele Jungen im Teeny Alter ist, hält sich immer noch das Gerücht, dass Jungs, die Singen und Gitarre spielen können leichter Mädchen abschleppen können. Die meisten dieser Menschen werden es als Musiker oder Lyriker in ihrem Leben nicht besonders weit bringen.

Aber auf der anderen Seite gibt es da noch die einigen wenigen, die ihr Instrument tatsächlich nur zur Unterstützung ihrer Texte gebrauchen, bei denen es tatsächlich um die Aussage im Lied an sich geht. Ich bin davon überzeugt, dass Clueso oder wie auch immer der gute Mann geschrieben wird oder Bosse niemals so erfolgreich gewesen wären, wenn sie ihre Texte gesammelt hätten, um sie als Gedicht-Band zu verkaufen. So etwas lesen die meisten einfach nicht mehr, was zu großen Teilen daran liegt, dass die meisten Menschen nicht mehr lesen. In sofern ist die Lyrik, die wirklich breit im ganzen Volk verbreitet, ist die, die in Form von Musik unter die Leute gebracht wird. Gedichte vorgetragen um Menschen zu berühren, nicht weil die Musik, die sie verpackt unglaublich kunst- oder anspruchsvoll ist.

Wie bereits gesagt, ich kann mir noch nicht wirklich eine feste Meinung bilden, aber das muss ich auch nicht. Ich finde die Aussage an sich zwar nicht falsch, aber ich würde ihr auch nicht zu hundert Prozent zustimmen, da ich der Meinung bin, dass es auch Musik gibt, die völlig ohne Text auskommt und mehr sagen kann, als tausend Worte. Und mit diesen etwas schwülstigen, klischeegeschwängerten Abgang verabschiede ich mich, bis zum nächsten Mal 😛

Published in: on Januar 27, 2012 at 4:46 pm  Comments (3)  

Ist die Welt nicht abgefahren?

Ich habe mich hier schon etwas länger nicht mehr aktiv beteiligt, weil die Zeit gefehlt hat und aus tausend weiteren Gründen, die die Welt und die Menschen, die sich hier auf meinen Blog verirren nicht besonders interessieren. Wie auch immer, ich stöberte heute also ein bisschen durch WordPress und da fiel mir wieder auf, wie merkwürdig die Welt doch mittlerweile läuft. Denn ich habe das Gefühl, dass es tausende Blogs gibt, die einzig und allein dazu da sind, damit sich Menschen in ihrem eigenen Selbstmitleid suhlen können. Diese Idee ist mir gar nicht gekommen als ich meinen Blog gestartet habe, denn wer möchte schon mein tägliches Geweine hören? Doch anscheinend gibt es ja Menschen die sich diese Texte durchlesen und dann schlaue Kommentare dazu verfassen.

Meine Frage ist natürlich jetzt; warum machen die Menschen das? Was hat ein Mensch davon, sich öffentlich über seine Gefühlswelt so auszulassen? Die offensichtlichste Antwort, die mir in den Kopf kam war, dass sie keine Freunde haben und das das Internet herhalten muss. Doch das scheint in den meisten Fällen nicht der Fall zu sein. Die Leute schreiben zwar auch über ihre Probleme mit ihren Mitmenschen, aber meist auch, dass sie ihre zerrüttete Seelenlage nicht verstehen, weil sie eben doch Freunde und Bekannte haben, den sie Vertrauen und denen sie Vertrauen. Damit scheidet keine Freunde als Grund für mich auch aus. Zumindest bei einem Großteil der Blogger.

Doch warum sollte ein Mensch sich dann der Öffentlichkeit so anvertrauen, besonders wo er doch Freunde hat, mit denen er eigentlich reden könnte und die nicht so unglaublich desinteressiert reagieren wie das Internet? Die Antwort ist glaube ich schlicht und ergreifend, sie wollen sich wichtig machen. Das ist nicht auf alle bezogen, sicher gibt es auch hier wie in vielen, vielen Fällen Ausnahmen von der Regel, aber ich glaube, dass Blogs als Werkzeug der Selbstprofilierung missbraucht werden. Wenn ich schreibe: Ah, mir geht es unglaublich schlecht, mein Leben ist vorbei und die Welt geht unter, dann möchte ich, dass mich bitte jemand bemitleidet. Es ist ein in meinen Augen hilfloser Schrei nach Aufmerksamkeit, der nur von möglichst vielen Klicks auf den Blog und möglichst vielen Kommentaren unter dem Blog befriedigt werden kann. Aus einem ganz ähnlichem Grund schmeißen sich Kinder mitten auf der Straßen schreiend auf den Boden. Und ich meinen Augen ist dieses ganze Gejammer nicht viel mehr und am besten dadurch zu kurieren, dass es ignoriert wird.

Published in: on Januar 25, 2012 at 11:10 am  Comments (5)  
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