Comics dieser Tage…

Ich bin ein Fan von Comics, wer meinen Artikel über Batman und Twilight gelesen hat wird davon sicher nicht wirklich überrascht sein. Doch scheine ich zu einer aussterbenden Art zu gehören, denn in einer Welt in der unbewegte Bilder entweder Werbung und Kunst sind finden Comics immer weniger Beachtung. Vor nicht all zu langer Zeit musste ich mich sogar mit einer Dame auseinandersetzen, die davon überzeugt war, dass Batman ein Typ ist, der sich für eine Fledermaus hält… Das schlimmste daran war, dass diese Person sich selbst einen Künstler nennt und dennoch keine hohe Meinung von Comics hat.

Natürlich ist es immer eine Geschmackssache ob man auf Comics steht oder eben auch nicht, doch sie einfach als „dämliche und kindisch“ ab zu tun und in ihnen nicht mehr zu sehen als kurzweilige Unterhaltung wird ihnen einfach nicht gerecht. Zwar sind die großen Zeiten des Comics vorbei, doch alleine die vielen Comic-Verfilmungen der letzen Jahre sollten zeigen, dass ein Interesse an den Helden vergangener Tage auch heute noch vorhanden ist. Die meisten Comics sind nichts für Kinder, denn sie behandeln Aspekte unserer Welt, die ein Kind nicht versteht, weil es sie noch nicht verstehen kann. Nehmen wir Superman zum Beispiel: Er ist ein Alien von einem anderen Planeten, der als Säugling auf die Erde gekommen ist um seiner Vernichtung zu entgehen. Er wird von einem Ehepaar aufgezogen, dass ihm beibringt, dass Recht und Wahrheit das höchste Gut sind und das man keine Probleme damit löst den anderen mit Gewalt zu unterdrücken. Superman tötet seine Gegner nicht, er lässt sie einsperren und führt sie ihrer gerechten Strafe zu. Die Werte, die Superman verkörpert sind vielen Menschen, auch in der Regierung der Vereinigten Staaten ein Dorn im Auge, weshalb auch sie neben den sonstigen Gefahren die auf ihn lauern versuchen ihn zu vernichten, zu korrumpieren oder sich seiner zu entledigen. Doch trotz all dieses Gegenwinds gelingt es dem Helden am Ende immer den Sieg davon zu tragen, seine Werte nicht zu verraten und keinen Menschen zu verletzen.

Superman ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen wie schwer es ist ein guter Mensch zu sein, auch wenn man über alle Zweifel erhaben zu sein scheint. Doch er zeigt auch, dass es nicht unmöglich ist im Kampf mit dem „Bösen“ seine Ideale nicht zu verraten. Doch in den vielen, vielen tausend Comics die seid den 1930ern erschienen sind gibt es nicht nur diese große Wahrheit, die über allem steht. In jedem Comic gibt es eine eigene Botschaft, nicht immer ist sie neu, selten ist sie von solcher Bedeutung wie sie die übergeordnete Botschaft ist, doch jede hat ihre Berechtigung. Und Superman ist nur eines von vielen Beispielen die sich hier anführen lassen würden. Batman, der trotz seiner traumatischen Erlebnisse in der Kindheit sein Leben in den Dienst einer Stadt stellt, die ihn zwar braucht aber nicht will. Hellboy, der Sohn des Teufels, der trotz seiner Abstammung Dämonen jagt um die Menschen die ihm wichtig sind zu beschützen. Diese Liste könnte man noch lange, lange fortführen. Comics sind kein Kinderkram. Sie sind mit Bildern untermalte Geschichten, wie sie kein anderes Genre hervorbringen kann. Sie verbinden das Beste aus Film und Buch und sie nicht als Kunst zu bezeichnen zeigt, wie ignorant manche Menschen in unserer Welt sind…

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Published in: on Oktober 31, 2012 at 7:14 pm  Comments (2)  

Bruce Wayne vs Edward Cullen

Wenn man sich das heutige Abendprogramm anschaut, wird man feststellen, dass sowohl Batman Begins und Twilight-Biss zum Morgengrauen zur selben Zeit laufen. Das wird viele Paare vor eine Entscheidung stellen, die nicht so einfach zu treffen ist und wenn beide Partner Dickköpfe sind, zu einem ausgewachsenen Streit kommen können. Ich habe natürlich zu diesem Thema auch eine Meinung und werde versuchen zu erklären, warum man Batman jederzeit einem Film wie Twilight vorziehen sollte.

Schauen wir uns zuerst die beiden (männlichen) Hauptcharaktere der Filme an. Zum einen haben wir Bruce Wayne, einen Multimillionär der sein ererbtes vermögen dazu verwendet dem Bösen in seiner Stadt den Kampf anzusagen. Doch das ist ein bisschen allgemein gehalten. Als Kind musste Bruce mit ansehen, wie seine Eltern bei einem Überfall auf offener Straße erschossen wurden. Verständlicherweise ist dieses Erlebnis prägend für den kleinen Bruce und sorgt unter anderem dafür, dass er in seinem ganzen Leben keine Schusswaffe abfeuert. Nachdem seine Eltern ermordet wurden, schwor Bruce an ihrem Grab, dass er seine Heimatstadt Gotham City von allen Verbrechern befreien würde. Um seinen Schwur zu erfüllen, bereiste Bruce die ganze Welt um von den Meistern ihres Faches Kriminologie, Chemie, Physik und Ingenieurswissenschaften zu studieren. Auf dieser Reise eignete er sich auch viele verschiedene Kampftechniken an, die ihm in seinem späteren Leben als Batman helfen würden. Als er jedoch nach Gotham City zurückkehrte fand er eine Stadt vor, die in Korruption und Verbrechen zu ersticken drohte. Die Polizei war nicht mehr den Bürgern, sondern nur noch ihren eigenen zwielichtigen Machenschaften verpflichtet. Als Bruce Wayne hätte er nicht viel ausrichten können, er brauchte eine Maske, hinter der er sich verstecken konnte, eine Gestalt, die schon bei ihrem bloßen Anblick den Verbrechern das fürchten lehren würde und hinter der ihn niemand vermutete. So wurde Batman geboren, einer der größten Helden, die DC jemals hervorgebracht hat.

Auf der anderen Seite haben wir Edward Cullen. Cullen wurde am 20.6.1901 in Chicago, Illinois unter dem Namen Edward Anthony Masen als Kind eines erfolgreichen Rechtsanwalts geboren. Er verbrachte eine recht normale und sorgenfrei Kindheit im Kreise seiner Eltern und Freunde. Doch der erste Weltkrieg kam auf und Edward war mit 17 Jahren schon fast alt genug für den Wehrdienst, als plötzlich die Spanische Grippe in Chicago ausbrach und die gesamte Familie Masen daran erkrankte. Die Mutter war so in Sorge um ihren noch jungen Sohn, dass sie den besten Arzt der Stadt engagierte, um ihn zu helfen. Besagter Arzt war Carlisle Cullen, der nicht nur ein renommierter Doktor, sondern auch Vampir war. Er versuchte Edward zu retten, doch gegen die spanische Grippe gab es kein Heilmittel. Also entschloss Carlisle sich dazu Edward zu beißen, um ihn als Vampir die Gabe des ewigen Lebens zu geben. Da er nun nicht mehr zu seiner Familie zurückkehren konnte, teils, weil er ein Vampir war, teils, weil sie auch von der spanischen Grippe dahingerafft wurden, lebte er fortan bei Carlisle und seiner Frau. Doch Edward hatte bevor er sich endgültig zu der Familie Cullen gesellte eine rebellische Phase, in der er auszog, um mithilfe seiner Fähigkeit Gedanken zu lesen „böse“ Menschen ausfindig zu machen und zu töten. Doch nach einigen Jahren bereute er seine Taten und wurde zu einem „Vegetarier“, also einem Vampir, der keine Menschen tötet.

Eigentlich sollte nach diesen beiden Kurzlebensläufen klar sein, warum Batman um Längen besser ist als Twilight, aber ich werde es noch einmal zusammenfassen: Bruce Wayne ist ein Mann, der Seit seiner frühsten Kindheit mit Problemen zu kämpfen hat, die nicht materieller Natur sind, sonder geistiger. Er hat seine Eltern verloren und nicht nach Rache gelechtzt, sondern danach seine Stadt sicherer zu machen, damit kein anderes Kind seine Erfahrungen teilen muss. Edward war sicher auch ein Kind trauriger Umstände, doch hat er sich nicht entschlossen seine Kräfte zum wohle aller einzusetzen. Die Cullens sind eine abgeschottete Gemeinschaft, die nichts mit Menschen zu tun haben wollen und auch kein Interesse gehen, ihnen zu helfen (wenn ich das sage nehme, ich natürlich Carlisle aus, der Arzt wurde trotz seines Blutdurstes).  Batman ist ein Mensch, der sich gegen ein System auflehnt, dass den „kleinen Mann“ unterdrückt und das ohne über wirkliche Superkräfte zu verfügen. Alles, was er hat, ist seine normale Kraft und seinen Verstand. Edward ist in erster Linie daran interessiert keinen Schaden zu verursachen.

Als Letztes muss ich noch anfügen, und das ist jetzt ein ganz persönlicher Punkt, dass ich Twilight noch immer nicht verziehen habe, was sie aus Vampiren gemacht haben. Vor Twilight waren sie das ultimative Böse, sie töteten mit Stil und aus Freude am Verderben. Jetzt stehen kleine Teeny Mädchen auf Vampire und alle wollen sie einen Freund wie Edward. Die Twilight-Bücher haben Vampire weichgemacht und das werde ich ihnen nie verzeihen.


Published in: on Oktober 30, 2011 at 6:34 pm  Schreibe einen Kommentar