Der „wahre“ Unterschied

Es ist ein Thema, dass eigentlich abgedroschener nicht sein könnte. Es geht hierbei um den Unterschied zwischen Männern und Frauen. Unzählige Menschen habe sich darüber schon den Kopf zerbrochen und ihre Theorien dazu aufgestellt. Die Herangehensweisen reichten da von wissenschaftlich-seriös bis komisch-klischeebehaftet. Doch ich habe zu diesem Thema meine ganz eigene Theorie, die aus langen Jahren des Beobachtens und der eigenen Erfahrung herrührt, weshalb ich hier nicht für die Richtigkeit dieser Theorie streiten werde. Sobald mich einer widerlegt bin ich gerne bereit, meinen Fehler ein zu gestehen und meine Theorie zu verwerfen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nicht schon vor mir jemanden gegeben hat, dem dieser sehr markante Unterschied aufgefallen ist und ich möchte mich hier auch nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, doch ich habe meinen Gedanken vorher noch nicht schriftlich festgehalten gesehen, weshalb ich ihn hier erstmal als meine Innovation verkaufe.

So, jetzt habe ich mich genug gerechtfertigt, jetzt endlich meine Theorie. Ich glaube, dass der größte Unterschied zwischen Männern und Frauen die Einstellung ist. Ich weiß nicht genau, woher das kommt, aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich diese Theorie immer wieder bestätigt. Frauen führen ein von Zweifeln und Selbstzweifeln geplagtes Leben. Sie sehen in anderen immer das, was sie selbst gerne wären und sie sind eigentlich nie mit sich in ihrer Gänze zufrieden. Wenn man zum Beispiel in einer Klassenarbeit früher in der Schule als Mädchen eine gute Note geschrieben hat, wurde die Note nur im Verhältnis zu allen anderen gewertet. Ist sie nicht die Beste gewesen, war sie nicht mit sich zufrieden, denn sie hätte offensichtlich besser sein können. Ein anderes Beispiel ist der Körper der Frau. Keine Frau ist hundertprozentig mit ihrem Körper zufrieden, weiß der Teufel warum. Die meisten sagen, sie sind zu dick, vielen gefällt ein spezieller Teil an ihrem Körper nicht(und wenn es nur die Ohrläppchen sind, Frauen finden bei sich die absonderlichsten Macken) und es gibt eigentlich immer was zu tun. Frauen sind in der Regel nicht mit sich zufrieden und wenn sie es doch einmal sind, dann kann man davon aus gehen, dass sie es nicht lange sind.

Männer hingegen sind da ein bisschen anders gestrickt. Wo eine Frau in der Regel davon ausgeht, dass alle anderen besser in allem sind als sie hält der Mann sich in der Regel jedes Mal für den Hahn im Korb. Er ist sich seiner Fähigkeiten viel eher bewusst und denkt von sich sehr positiv. Ein Mann sieht nicht immer das große Ganze, er kann viel besser zwischen den Bereichen trennen. Wenn ein Junge schlecht in der Schule ist, dann wird er dadurch nicht gleich ein schlechtes Bild von sich haben. Wenn ein Junge in einer Klausur nur eine 4 geschrieben hat, für diese Klausur aber auch nicht gelernt hat, dann sieht er den Wirkungsgrad, der bei ihm deutlich höher war als bei Menschen, die sich viel Mühe gemacht haben und trotzdem nur auf eine 3 gekommen sind. Wir suchen uns in der Regel den Bereich, in dem wir Punkten können und beschränken uns darauf darin gut zu sein.

Diese Unterschiede in der Einstellung sorgen dafür, dass Männer in der Regel etwas anders denken als Frauen. Wo eine Frau sich sorgen macht und von anderen Menschen die Bestätigung ihrer Leistung braucht ist der Mann ein bisschen weniger davon abhängig. Das sorgt allerdings auch dafür, dass Frauen in der Regel ehrgeiziger sind als Männer, mehr für ihre Ziele arbeiten und deshalb auch in der Regel mehr Erfolg in Dingen wie der Schule haben. Doch dafür gehen Männer eben ein bisschen entspannter durchs Leben und geben sich mit ein bisschen weniger auch zufrieden, solange er einen Bereich hat in dem er sich seine Selbstbestätigung holen kann.

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Published in: on März 24, 2011 at 10:06 am  Comments (4)  

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4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Dieser Unterschied besteht wohl tatsächlich oft aber ob dies ‚DER‘ Unterschied ist wäre ich mir nicht sicher. Ich glaube viel mehr das ist ein Symptom. Für mich ist diesem Unterschied der Unterschied der (Lebens-)Ziele übergeordnet.
    Natürlich gibts da auch nicht nur Schwarz/Weiss also Mann/Frau wo doch jeder Mann wie eine Frau denken soll und jede Frau so stark wie ein Mann sein muss.

    • Klar ist das nicht „der“ Unterschied und wahrscheinlich sind neuronale Gründe ausschlaggebend dafür, dass es so ist. Doch ich hab einen Titel gesucht, der ein bisschen zum lesen anregt und da dachte ich mir, der „wahre“ Unterschied klingt ganz vernünftig. Man beachte die “ “ mit denen das wahre schon an sich angezweifelt wird…

  2. In Beiden steckt beides, bei jedem ist es nur unterschiedlich ausgeprägt.
    Angeblich sich kleine Menschen ( Sakko und Co) auch ergeiziger. Größere Männer müssen nicht für ihren Erfog kämpfen. Denke es hat viel mit der sozialen Gesellschaftsform und Norm zu tun, wie sich beide Geschlechter verhalten.
    Die Sozialisation über Jahrhunderte prägt die Bilder und Linien in denen wir uns einpassen.

  3. Lieber ovesworld,
    ich bin aus persönlichen Gründen sehr sensibel, was Unterschiede zwischen den Geschlechtern angeht. Das fing schon damit an, dass ich als Kind immer für ’nen Jungen gehalten wurde und mir das damals auch ganz recht war. Mich hat interssiert, was ist genetisch-hormonell ein Unterschied und was ist Sozialisation, also – wie es Nixzen schreibt – menschengemacht? Ich habe bei meinem Sohn und dessen Kinderumgebung vor allem im Kleinkindalter – also wenn gesellschaftliche Normen noch keine große Rolle spielen – sehr genau hingeschaut. Da gab es wenig Unterschiede. Ab drei begannen vor allem die Jungs rumzuballern. Dazu brauchten sie keine Waffen. Ein Ast vom Boden aufgehoben genügte. Mit ungefähr fünf wurde manchen Mädchen das Spiel mancher Jungs zu wild. Die große Unterscheidung kam mit der Einschulung. Das waren aber bereits deutliche gesellschaftliche Einflüsse. Und es ist das Alter, in dem die Kinder beginnen, ihre geschlechtliche Identität zu finden und besonders auf geschlechtsgleiche Vorbilder achten. Um es kurz zu machen: Männer entwickeln meist mehr Körperkraft als Frauen. Frauen können Kinder kriegen und selbige stillen. Ja, und Männer stecken Reviere ab. Frauen tun das allerdings auch, aber anders. Und sonst? Je nach Sozialisation, individueller Begabung und persönlicher Entwicklung ist es ziemlich bunt, wie ich finde.


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