Die Liebesgleichung

Sie ist schon ein paar Monate alt, doch ist sie immer noch genau so aktuell wie damals. Viele von euch wissen, dass ich meine Wohnung mit einem Physiker und einem Informatiker teile und das auch ich durch meine Studienfächer einen kleinen Fable zur Mathematik habe. Darum hat es sich eines Abends so ergeben, glaubt es oder nicht Alkohol hat keine Rolle gespielt, dass wir drei zusammen saßen und uns über das Wesen der Liebe Gedanken gemacht haben. Das klingt jetzt schwuler als es war, denn wir sind die ganze Sache von der praktischen und nicht von der gefühlsbetonten Seite angegangen.

Als erstes kursierte die Frage im Raum, ob es möglich ist die Liebe an sich in eine mathematische Formel zu packen. Diese Frage konnten wir relativ schnell mit einem Nein beantworten, denn es gab deutlich zu viele Parameter und Variablen, die in dieser Formel berücksichtigt werden müssten um jeder Möglichen Situation in der ein Mensch liebe empfinden kann gerecht zu werden. Darum haben wir uns auf ein Spezialgebiet der Liebe beschränkt. Die Fragestellung wurde also leicht modifiziert und genauesten beleuchtet.

Die Formel, die wir letzten Endes nach diesem Abend voll Spaß und Streit hervorgebracht haben, trifft eine Aussage darüber, ob der derzeitige Partner amouröse Gefühle für einen hegt oder die derzeitige Beziehung eher als eine Art Gemeinschaft des gegenseitigen Nutzens sieht. Die Formel ist nur anwendbar, wenn die beiden Partner der Beziehung den Geschlechtsakt schon miteinander vollzogen haben. In diesem Fall gilt die Formel:

T/[(A+1)*F]=♥

Die einzelnen Parameter erklären sich auf folgende Art und Weise: Das T steht für die Anzahl der Treffen nach dem Erichsschen-Boyerschen Treffens Begriff. Demnach ist ein Treffen definiert als Gespräche, die von Person zu Person geführt werden und über 15 Minuten lang sind (hierzu zählen auch Telefonate und ICQ-Gespräche und so weiter) und Treffen von Angesicht zu Angesicht, bei denen nicht unbedingt gesprochen werden muss, die aber auch länger als 15 Minuten sind. Nicht dazu zählen Gespräche in einer großen Gruppe oder flüchtige Treffen auf Partys und dergleichen. Das A ist definiert als der durchschnittliche Alkoholpegel, der bei den Treffen mit einer Person vorherrschte. Dieser kann auch geschätzt werden, da es nicht immer möglich ist, den genauen Pegel an zu geben. Das F steht für die Anzahl der Geschlechtsakte, die mit der jeweiligen Person vollzogen worden sind. Setzt man all diese Faktoren in die obige Formel ein so erhält man einen Wert, der als Liebeswert definiert ist. Ist dieser Wert größer als 1 kann man davon ausgehen, dass Liebe im Spiel ist, ist der Wert kleiner als 1 kann dieses ausgeschlossen werden.

Zur näheren Erläuterung ein kleines Zahlenbeispiel: Peter und Anja kennen sich schon seit drei Monaten. Sie haben sich schon öfter getroffen und telefonieren auch regelmäßig mit einander. Jetzt kommt es, wie es kommen musste, die beiden betrinken sich auf der Party von Hans und landen zusammen im Bett. Am nächsten Morgen sind die beiden unsicher, was sie von der neuen Situation halten sollen, deshalb befragen sie die Liebesgleichung. Sie haben sich in den letzten drei Monaten nach dem Erichsschen-Boyerschen Treffens Begriff 30-mal getroffen. Ihr geschätzter Alkoholpegel belief sich auf 1,3 Promille und sie haben einmal mit einander Geschlafen. Setzt man diese Werte in die Gleichung oben ein so kommt man auf das Ergebnis ♥=13,04, was nach allen Regeln der Mathematik weit über 1 liegt. Die beiden müssen sich also früher oder später eingestehen, dass wohl mindestens einer der beiden Gefühle für den anderen hegt, die über bloße Freundschaft hinausgehen.

Andererseits kann ein Mann( ich nehme einen Mann, da ich mir dieses Szenario nur sehr schwer mit Frauen vorstellen kann) die Gleichung benutzten um zu zeigen, dass sein One-Night-Stand wirklich nur ein Ausrutscher war der für ihn keine Bedeutung hatte. Er hat seine Partnerin für die Nacht im Idealfall einmal getroffen, 2,0 Promille im Turm und sie haben nur einmal mit einander geschlafen. Für diesen Fall ergibt sich für ♥ ein Wert von 0,33, was deutlich unter eins liegt. Damit ist mathematisch Bewiesen, dass er keine Gefühle für die andere Frau hegt. Ob ihn das auch nur einen Schritt weiter bringt und seine Partnerin auch nur ein bisschen weniger wütend und enttäuscht macht sei nun mal dahingestellt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Anwenden dieser Formel und bin natürlich bereit, Verbesserungsvorschläge mit meinen Mitbewohnern zu diskutieren und gegebenfalls die Formel dahingehend ab zu ändern.

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Published in: on Dezember 9, 2010 at 2:51 pm  Schreibe einen Kommentar  

Schrammeln

Auch dieses Wort ist mir schon des Häufigeren begegnet und ich habe es immer als Synonym für Gitarre spielen benutzt, genauer gesagt für schlechte Gitarre spielen. Immer wenn jemand einfach so gedankenverloren Akkorde auf seiner Gitarre dahin gespielt hat, ohne Zupfmuster ohne Anleitung, dann war das für mich geschrammelt. Doch nachdem ich es jetzt schon so viele Jahre gedankenverloren benutzt habe  wurde ich neugierig, denn woher kommt dieses Wort? Ich hab mich ein bisschen im Internet schlau gemacht und das ist, was ich dazu gefunden habe.

Ursprünglich versteht man unter Schrammelmusik eine Art Wiener Volksmusik aus dem 19. Jahrhundert, die nach den beiden Brüdern Johan und Joseph Schrammel benannt wurde. Diese beiden Brüder gründeten zusammen mit dem Gitarristen Anton Strohmayer ein kleines Ensemble, dass um 1878 in vielen kleineren Gaststätten in Wien unter anderem Märsche, Walzer und Volkslieder dar bot. Doch erst als sich der Klarinettist Georg Dänzer der Gruppe anschloss begann die Gruppe, die sich mittlerweile „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ nannte, sehr schnell sehr erfolgreich zu werden. Hier sind einige berühmte Leute, die sich lobend zur Schrammelmusik geäußert haben: Johan Strauß, Johannes Brams und auch Arnold Schönberg.

Charakteristisch für die Schrammelmusik ist neben der Besetzung(zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette, später auch Kopfhamonika) ihr Klang, der, ich zitiere:  die weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert. Ich war an dieser Stelle gezwungen zu zitieren, denn ich habe bis heute noch immer keine Schrammelmusik gehört, weshalb ich nicht sagen kann, ob die Einschätzung des Autors des Wikipedia-Artikels zum Thema Schrammelmusik wirklich stimmt oder nicht. Was ich jedoch sagen kann ist, dass schrammeln offensichtlich nicht so schlecht gemeint war wie man es heute gebraucht. Die Schrammelmusik war eine sehr anspruchsvolle Musikrichtung, die man als Anfänger nicht so einfach nachspielen konnte. Die Gebrüder Schrammel haben sich damit auch weit über die Grenzen Wiens und Österreichs einen Namen mit ihrer Musik gemacht, von dem heute allerdings nicht viel übrig geblieben ist. Heute benutzt man den Ausdruck schrammeln, wenn man das Spiel eines Gitarristen abwerten möchte. Damit hat sich die Bedeutung über die Jahre offensichtlich umgekehrt. Auch so kann es manchmal laufen.

Published in: on Dezember 8, 2010 at 7:40 pm  Schreibe einen Kommentar  

Der Wingman

Es ist schon seit langem bekannt, dass man mit Teamarbeit viel mehr erreichen kann als wenn man alleine arbeitet. Man braucht immer einen Menschen, auf den man sich verlassen kann, der einem den Rücken frei hält und dem man vertraut. Auch beim „Kennenlernen“ von Frauen ist dieser Partner unerlässlich. Jeder Mann braucht einen Wingman.

Auch wenn viele von euch es noch nicht wissen, ich habe mich in der Vergangenheit durchaus als erfolgreicher Wingman für einige meiner Kumpels betätigt und ich möchte meine Erfahrung auf diesem Gebiet nutzen um auch anderen Männer zu erfolgreichen Wingmen zu machen.

Eine sehr wichtige Sache hierbei ist, dass man seine Umgebung immer im Auge behalten muss. Man muss sich ständig nach einem geeigneten Ziel umsehen. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich Frauen durch aus respektiere und sie hier nicht diskriminieren möchte in dem ich in diesem Artikel von „Zielen“ spreche, wenn ich Frauen meine. Aber das Aufreißen von Frauen in einer Disco oder auf einer Fete soll hier wie eine Art militärisches Manöver geschildert werden und deshalb verwende ich die dafür gebräuchliche Terminologie. Zurück zum Thema.

Die Wahl eines geeigneten Ziels ist weniger schwer als es sich vielleicht anhört. Es gibt verschiedenen Merkmale, die einem im Voraus sagen können, ob sich diese Kandidatin eignet oder nicht. Ist sie mit vielen Freundinnen da, ist sie zu schwer zu erreichen, selbst mit Wingman. Sind mehr als drei Frauen in dieser Gruppe sollte man die Finger davon lassen. Auch Frauen, die sich in einem angeregten Gespräch mit einem anderen Mann befinden scheiden als mögliches Ziel aus verständlichen Gründen aus.

Der Idealfall ist eine Frau, die entweder alleine unterwegs ist oder eine, die zwar mit ihren Freundinnen unterwegs ist, diese Freundinnen aber schon einen Partner, sei er fest oder nur für die Nacht, haben. Je isolierter ein Ziel ist, desto leichter kommt man mit ihr ins Gespräch ohne unhöflich oder aufdringlich zu wirken. Den ersten Schritt macht dabei immer der Wingman. Er stellt den ersten Kontakt her in dem der die Dame der Wahl in ein Gespräch verwickelt. Ich habe hierbei die Erfahrung gemacht, dass es wesentlich weniger schlimm ist, eine Frau für einen Kumpel an zu sprechen. Man ist wesentlich entspannter und lockerer  als wenn man selbst amouröse Absichten verfolgt.

Hat man nun das Eis gebrochen stellt man der Frau seinen Freund vor. Man verwickelt beide in ein Gespräch, aus dem man sich selbst immer weiter zurückzieht. Hat man sich erst einmal von dem Paar gelöst besteht die Aufgabe des Wingman darin dafür zu sorgen, dass die beiden weiterhin ungestört bleiben. Das ist manchmal sehr einfach, denn wenn man das Ziel vernünftig gewählt hat, dann sind keine Störungen von außen zu erwarten. Doch es kann manchmal auch sehr schwierig sein. Die größte Störung kann hierbei aus betrunkenen Bekannten des Freundes oder, was deutlich schlimmer ist, betrunkene Freunde oder Bekannte der Frau bestehen. Jetzt heißt es handeln. Der Wingman hat nun die Aufgabe, das störende Subjekt zu entfernen und das am besten ohne großes Aufsehen zu erregen. Am besten lässt sich so eine Situation lösen, indem man dem störenden Subjekt einen Drink spendiert und dafür zu einer etwas weiter entfernten Theke geht. Dadurch löst man den Störfall und vermeidet Feindseligkeiten.

Zu den Aufgaben des Wingman gehört neben dem Rück-freihalten noch daraus, seinem Freund so viel Geld zu leihen wie nötig ist, selbst wenn das bedeutet das man selbst nichts mehr zur Verfügung hat. Das ist wichtig, denn man selbst kann ruhig auf einen Drink verzichten doch es macht keinen guten Eindruck wenn ihr Freund nicht in der Lage ist seiner Kandidatin einen Drink aus zu geben.  Das macht auf Frauen einfach keinen guten Eindruck.

Wenn es ernst wird und der Freund des Wingmans ernsthafte Aussichten hat zu scoren, dann muss der Wingman sich versichern, dass auch ein Verhütungsmittel vorhanden ist. Das ist Gott sei Dank meist kein Problem, denn in den meisten Discos gibt es Kondomspender. Sie befinden sich auf den Toiletten und sind zwar etwas teurer doch besser als nichts. Selbst wenn dort 3 Kondome 4 € kosten ist das immer noch günstiger als die Alimente für ein Kind oder die Arztkosten für eine Behandlung von Geschlechtskrankheiten.

Wer all diese Dinge beachtet kann für seine Freunde eine sehr wertvolle Hilfe sein um Frauen in der Disco kennen zu lernen und auch mehr. Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, dass man zwar selbst an einem Abend mehr Stress als Vergnügen gehabt hat, es dafür aber einen dankbaren Freund bekommt, der sicher gerne den Gefallen zurückgibt. Denn man ist wenn man auf Beutezug geht immer ein Team und deshalb sollte man alles daran setzen, dass das Team erfolgreich ist.

 

 

Published in: on Dezember 8, 2010 at 12:25 am  Schreibe einen Kommentar  

Der Wunschzettel

Aus gegebenem Anlass habe ich mich dazu entschieden, dass es an der Zeit ist, einen Eintrag über den Wunschzettel zu schreiben. Ich weiß nicht, wie es bei euch zu hause gehandhabt wird, aber bei meinen Eltern wird der Wunschzettel am Abend des 5. Dezembers geschrieben. Warum am 5. Dezember ist relativ schnell und leicht erklärt, denn in der Nacht vom 5. auf den 6. kommt der Nikolaus um den braven Kindern etwas Süßes in die extra dafür her ausgeputzten Schuhe zu stecken. Da er sowieso gerade im Haus ist, nimmt er auch gleich den Wunschzettel für den Weihnachtsmann mit, den das umsichtige Kind in seinen Schuh gestreckt hat.

Und dieses Jahr habe ich zum ersten Mal hinter die Geschichte dieser Tradition geschaut. und dabei fielen mir vor allem sehr schnell zwei Sachen auf. Erstens, der Wunschzettel scheint keine Geschichte zu haben und zweitens, nicht alle Eltern machen sich die Mühe ihren Kindern eine für sie glaubhafte Geschichte zu erzählen, warum sie einen Wunschzettel schreiben sollen. Meist erfüllt der Wunschzettel einfach nur noch einen praktischen Zweck, nämlich das die Eltern die Wünsche der Kinder einmal schriftlich zusammengefasst haben. Die Geschichte mit dem Nikolaus der den Wunschzettel für den Weihnachtsmann abholt ist nicht besonders weit verbreitet, was ich persönlich sehr schade finde.

Vielleicht ist das fehlen einer Geschichte hinter den Wunschzetteln auch einfach damit zu erklären, dass es wirklich keine Geschichte gibt. Der Nutzen der Zettel ist für die Eltern unbestreitbar und die Idee dahinter ist nicht besonders komplex, weshalb es wahrscheinlich ist, dass es mehr als  nur einen Vater des Gedanken gab. Doch wie bereits gesagt, ich finde es schade, dass sich viele Eltern nicht die Mühe machen ihren Kindern eine glaubhafte Story zu erzählen.

Ich finde das Schreiben des Wunschs am Abend des 5. Dezembers mit all meinen Geschwistern zusammen einfach eine sehr schöne Weihnachtstradition, die ich auch immer noch gerne jedes Jahr vollziehe. Ohne den Wunschzettel ist nicht wirklich Weihnachten.

Published in: on Dezember 5, 2010 at 6:28 pm  Schreibe einen Kommentar  

Klugscheißen leicht gemacht, ein kleiner Nachtrag

Ich bin untröstlich, dass ich ein bisschen schlampig gearbeitet habe als ich meinen Blogeitrag zum Thema „Klugscheißen leicht gemacht“ verfasst habe. Ich habe hier einen ganz entscheiden Punkt vergessen, der es ebenfalls leicht macht, viele Menschen von eurer Meinung zu überzeugen, auch wenn ihr keine richtige Ahnung vom Thema habt. Die Rede ist hier von Statistiken.

Jeder kennt sie und jeder hat sie schon einmal gesehen. Statistiken sind die Visualisierung eines Sachverhalts, eine Zusammenfassung vieler verschiedener Daten zur besseren Übersicht. Statistiken wurden und werden erstellt um Daten zu vergleichen und schwierige Inhalte zumindest übersichtlich zu gestalten. Man kann praktisch alles in eine Statistik packen und genau da wollen wir ansetzen: Da jeder eine Statistik machen kann und es einfach unendlich viele davon gibt wird niemand anzweifeln, dass sie zu einem bestimmten Thema eine Statistik kennen. Natürlich ist es dabei nicht wirklich von Nöten, dass es diese Statistik wirklich gibt, es ist noch nicht mal nötig dass die Institution, die diese Statik aufgestellt haben soll wirklich existiert. Wichtig ist wieder einmal nur die Präsentation. Wenn man nun behauptet, dass das Statistische Bundesamt eine Umfrage gestartet hat in der es darum geht, für wie dumm Menschen ihren Gegenüberhalten und das Ergebnis dieser Studie ist, dass 40% der Männer und 83% der Frauen ihren Gegenüber für dumm halten, dann werden die Leute ihnen glauben. Wenn man es richtig präsentiert kann man den meisten Menschen alles erzählen. Wichtig und hilfreich ist natürlich auch hier, dass sie sich vorher Gedanken machen, welches Institut eine Studie veröffentlicht hat. Das statistische Bundesamt hat immer eine gewisse Autorität, aber auch Universitäten, besonders die im Ausland haben eine hohe Glaubwürdigkeit.

Ein kleiner Tipp am Rande: Man sollte sich auch immer vorher überlegen, welche Prozentzahlen man angeben möchte. Nichts kommt ihrem Gegenüber unglaubwürdiger vor als wenn sie über die Prozentzahl nachdenken müssen. So etwas schürt nur den Verdacht, dass da irgendwas nicht richtig sein kann. Deshalb immer vorher eine Zahl im Kopf haben. Ganz wichtig ist auch, dass es nicht immer dieselbe Zahl ist, die in ihren Statistiken vorkommt. Das fällt schon nach kurzer Zeit auf.

Wenn mir noch mehr gute Ratschläge einfallen, werde ich sie noch hinzufügen. Ansonsten auch hiermit viel Spaß beim Ausprobieren.

Published in: on Dezember 3, 2010 at 3:50 pm  Schreibe einen Kommentar  

Bücher sind gut für das Klima

Auch wenn ich für diese Ansicht oft verspottet werde bin ich doch weiterhin der Überzeugung, dass Bücher gut fürs Klima sind. Der Grund ist folgender: Ein Baum produziert im Laufe seines Lebend eine Menge Sauerstoff, dass sehen wir einfach mal als eine Tatsache an. Das macht er, in dem er mit Hilfe von Sonnenlicht über Fotosynthese das CO2 aus der Luft in Sauerstoff umwandelt. Jetzt  ist dem chemiebegabten Leser auf gefallen, dass auch der Kohlenstoff irgendwo geblieben sein muss, der kann ja nicht einfach so ohne weiteres verschwinden. Tut er auch nicht, er wird im Baum eingelagert, in Form von Zucker oder Cellulose. so weit so gut, alles wunder bar, das CO2 ist weg und die Welt um ein Problem ärmer. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit, denn nach dem ein Baum gewachsen ist kommt auch irgendwann für ihn die Zeit zu sterben. Wenn ein Baum stirbt wird er wie alles Leben wieder auf bereitet, das heißt viele kleine Bakterien und Pilze verwerten den Baum bis nicht mehr viel von ihm übrig ist. Das ist auch eine gute Sache, nur ergibt sich dadurch das Problem, dass der im Baum gebundene Kohlenstoff zum großen Teil wieder in die Atmosphäre entlassen wird und zwar als CO2. Für dieses CO2 wird wiederum Sauerstoff gebraucht, der aus der Luft entzogen wird und wir stehen wieder am Anfang. Ein Baum produziert(wobei produziert eigentlich nicht richtig ist, setzt frei würde es eher treffen) im Laufe seines Lebens genau so viel Sauerstoff wie er nach seinem Tot verbraucht. Dadurch haben wir allerdings nichts gewonnen, wenn wir darauf abzielen den CO2 Gehalt in der Luft zu mindern.

So, jetzt also zurück zu meiner Anfangsthese, Bücher sind gut fürs Klima. Wie wir alle wissen wird Papier aus der Cellulose von Pflanzen, speziell Bäumen gemacht und wie wir grade gelernt haben ist Cellulose so zu sagen der Kohlenstoffspeicher der Bäume. Nimmt man nun also diese Cellulose und konserviert sie, das heißt macht sie zu Papier und macht ein Buch draus verhindert man, dass das der Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre entlassen wird. Demnach sind Bücher ein wirkungsvoller Kohlenstoffspeicher, nützlich in vielerlei Hinsicht eben auch fürs Klima.

Natürlich sind nicht nur Bücher gut fürs Klima, alles was aus Holz gebaut oder gemacht wird sorgt dafür, dass ein bisschen Kohlenstoff dauerhaft gebunden wird. Man kann den Gedanken auch noch weiter treiben und sagen, dass Straßen aus Teer gut fürs Klima sind, denn Teer besteht auch zu fast 100% aus Kohlenstoffverbindungen. Wenn man diese nun nutzt, in dem man daraus eine Straße baut verhindert man auch, dass der Kohlenstoff darin wieder in die Atmosphäre entweichen kann. Das Problem an Straßen ist natürlich, dass sie gebaut werden um darauf mit Autos zu fahren. Das mindert jedoch nicht den Wert den Teer für das Klima hat. Bald kommen nämlich die Elektro-Autos und dann wird sich auch der Ruf der Teerstraße bessern. Hoffentlich

 

 

Published in: on Dezember 3, 2010 at 12:22 pm  Schreibe einen Kommentar  

Klugscheißen leicht gemacht

Viele Menschen denken immer, dass sie über einige Dinge Bescheid wissen, doch können sie sich nicht richtig ausdrücken. Man kann das gesamte Wissen der Welt in seinem Kopf vereinen, wenn man es nicht richtig präsentieren kann ist das alle für die Katz. Darum hier einige Tipps für Menschen, die wirklich Dinge wissen sich aber nicht ausdrücken können und Tipps für Menschen, die gerne reden und deshalb wirken wollen, als ob sie Sachen wüssten.

Eine sehr beliebte Taktik um schlau zu klingen ist, einfach zu behaupten, dass man mit seiner Behauptung nicht alleine da steht, sondern dass irgendein Fachmann die selbige vertritt. Dabei ist es im normalen Smal Talk eigentlich nicht relevant ob das der Wahrheit entspricht oder nicht. Man muss nur immer wieder Quellen nennen können in denen man von dieser Idee und/oder Meinung gelesen oder davon gehört hat. Besonders schön und vor allem glaubhaft sind Aussprüche wie: Das habe ich in der letzten Ausgabe von … gelesen! Für die Punkte kann man ein beliebiges Magazin oder eine beliebige Zeitschrift oder Zeitung einsetzten. Wichtig ist, dass diese Zeitschrift existiert aber nicht so bekannt ist, dass die Möglichkeit besteht, dass ihr Gegenüber sie wohl möglich auch kennt. Je wichtiger und seriöser der Name der Quelle klingt, desto eher sind die Menschen geneigt ihnen zu glauben. Beliebte Beispiele hierfür sind zum Beispiel Psychologie Heute, Geist & Gehirn, Börsenblatt und so weiter.

Eine andere Methode, die weitaus mehr Kreativität und auch deutlich mehr Erinnerungsvermögen voraussetzt ist die gefakte Geschichtsstunde. Viele Menschen haben großen Respekt vor der Vergangenheit und den Menschen, die sich in ihr auskennen. Zugeben würden es die wenigsten, aber denn noch. Da die Geschichtskenntnisse der meisten Menschen sehr beschenkt sind lassen sie sich vor allem von Daten und Jahreszahlen sehr leicht beeindrucken. Das lässt sich auch für das Klugscheißen nutzten. Wenn man einen Standpunkt vertritt, der mit Vernunft nicht zu halten ist ist es manchmal sehr nützlich, wenn man sich schon vorher ein Grundgerüst zusammen gebaut hat auf das man sein anschließendes Gleichnis aufbauen kann. Dazu braucht man im Voraus ein Datum, einen unbekannten Ort und einen Namen der Hauptperson. Nehmen wir zum Beispiel das Datum 21.Juli1723, den Ort Kjerringøy, Norwegen und als Namen Björn Olafson. Jetzt haben wir unser Grundgerüst und können uns für jede sich bietende Situation eine Geschichte erfinden, die keiner anzweifelt, weil niemand mit Sicherheit sagen kann, dass Björn Olafson am 21.Juli1723 nicht genau das in Kjerringøy, Norwegen getan hat, was wir so eben erzählt haben.

Beachtet man diese Einfachen Tipps kann man dafür sorgen, dass die Menschen um einen herum sie für den klügsten Menschen der Welt halten. Doch sollten sie sich vorsehen. Manchmal ist es besser einfach den Mund zu halten als auf Unwahrheiten zu pochen, denn es besteht immer die Gefahr entlarvt zu werden. Diese Gefahr lässt sich aber dadurch zu großen Teilen bannen, dass sie egal wer etwas dagegen sagt zu dem was sie behaupten stehen und absolut überzeugt wirken. Denn wie sagt der Volksmund so schön, lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Published in: on Dezember 1, 2010 at 11:21 pm  Schreibe einen Kommentar